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Aktuelles von der Hemeraner CDU

    


07. Juli 2017

Fragen zum Tagesordnungspunkt "Altes Amtshaus"

Gemeinsamer Antrag von CDU, SPD und FPD Hemer

An den
Bürgermeister der Stadt Hemer
Herrn Michael Heilmann


Sehr geehrter Herr Heilmann!

Die o. g. Fraktionen stellen folgenden Antrag:

Die o. g. Fraktionen beantragen eine Sondersitzung des Rates der Stadt Hemer am 8. August mit dem einzigen Tagesordnungspunkt "Altes Amtshaus". Dazu soll eine Vorlage gefertigt werden, in der die im Haupt- und Finanzausschuss aufgetretenen Fragen beantwortet werden, um eine belastbare Grundlage für eine Grundsatzentscheidung zu haben.

    - Wie ist die gesamte Projektplanung in zeitlicher und finanzieller Hinsicht?
    - Wie sind die Fristen der Förderung?
    - Wie ist das konkrete Nutzungskonzept?
    - Welche Folgekosten des Konzeptes entstehen, vor allem im Personalbereich?
    - Wie stellt sich die Nutzung des Gebäudes 2018/2019 konkret dar?
    - Wie wird das Projekt in ein kommunales Raumkonzept integriert?
    - Wie sind die Auswirkungen auf die städtische Bilanz, insbes. das Eigenkapital?
Begründung:

Bereits im Februar 2016 hatte sich die Stadt Hemer um eine Förderung des Landes NRW beworben und am 18.03.2016 die Zusage für das Projekt "Umbau des Alten Amtshauses zum Integrations- und Begegnungszentrum" erhalten. Da den o. g. Fraktionen das Projekt noch nicht konkret genug war, wurde ein Sperrvermerk angebracht.

Die jetzt zur Diskussion stehende Vorlage stellt nach unserer Meinung noch keine hinreichende Entscheidungsgrundlage für eine verantwortungsvolle Abwägung der Chancen und Risiken dar. Der Haupt- und Finanzausschuss vom vergangenen Dienstag hat quer durch alle Fraktionen gezeigt, dass es noch erheblichen Informationsbedarf der Politik gibt.

Da wir uns der Eilbedürftigkeit bewusst sind und durchaus ein ernsthaftes Interesse an einer Realisierung haben, schieben wir die Entscheidung keinesfalls auf die lange Bank, sondern beantragen einen deutlich früheren Termin als es noch in der Haupt- und Finanzausschusssitzung von allen Beteiligten beabsichtigt war. Dort soll dann die Grundsatzentscheidung fallen, damit die Verwaltung weiterarbeiten kann.

gez. Martin Gropengießer (CDU-Fraktion)
gez. Hans-Peter Klein (SPD-Fraktion)
gez. Arne Hermann Stopsack (FDP-Fraktion)

28. Juni 2017

Querverbund Hallenbad mit Stadtwerken

Hademarebad: Neuer Vorschlag der CDU

Die CDU-Ratsfraktion legt in ihrem Bemühen, eine politische Weichenstellung für die Zukunft des Hallenbades möglichst bald herbeizuführen, noch einmal nach. Wie berichtet, favorisieren die Christdemokraten den Erhalt und die Grundsanierung des Hademarebades und haben darin auch schon Einvernehmen mit den Vorständen der heimischen Schwimmvereine erzielt.

In einem neuerlichen Antrag schlägt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Römer nun vor, einen "steuerlichen Querverbund zwischen dem Betrieb gewerblicher Art (BgA) Hallenbad und dem BgA Stromversorger Stadtwerke zu prüfen".

Römer begründet den Antrag damit, dass aus Sicht der CDU mit einer Grundsatzentscheidung über die Sanierung des Hallenbades eine nachhaltig energetische Versorgung des Bades sichergestellt werden muss und steuerliche Vorteile genutzt werden sollten. Konkret heißt das: Die CDU regt den Bau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) zur künftigen Energieversorgung des Hallenbades an. Ziel sei es neben der effektiven Energieversorgung, dem Betrieb Hallenbad und den Stadtwerken durch die Zwischenschaltung des Blockheizkraftwerkes die Ergebnisrechnung zu erleichtern.

Das Blockheizkraftwerk könnte nach Meinung der CDU auf einem Teil der Parkplätze zur Hauptstraße entstehen. Alternative wäre ein mobiles BHKW.

Quelle: Reinhard Köster(IKZ Hemer)

14. Juni 2017

Vereine unterstützen Plan der CDU

Plädoyer für Sanierung des Hallenbades unter Beibehaltung des Sportbad-Charakters


Die CDU diskutierte mit Vorständen der Schwimmvereine über die Zukunft des Hademarebads (v.l.) Martin Gropengießer, Matthias Meyer, Paul Stehle, Raimund Schaaf, Diana Naujocks, Wolfgang Römer Sowie Holm Diekenbrock

Bereits vor einigen Wochen hatte die CDU-Fraktion sich dafür stark gemacht, in diesem Jahr – am besten noch vor der Sommerpause – die Weichen für die Zukunft des Hallenbades zu stellen. Vor allem soll die grundsätzliche Frage entschieden werden, ob das bestehende Hademarebad erhalten und von Grund auf saniert und modernisiert wird, oder doch ein Neubau eine denkbare Lösung darstellt. Wobei eine Sanierung von Anfang an bei den Christdemokraten größere Sympathien genoss. Und diese Einstellung hat sich auch nicht geändert, nachdem die Fraktionsspitze am Freitag mit Vertretern des Schwimmvereins und des "Fördervereins Schwimmen in Hemer" das Thema ausgiebig erörtert hat.

Wichtigstes Fazit des Gespräches: Der Schwimmvereins-Vorsitzende Raimund Schaaf sowie der für Finanzen zuständige Vorsitzende und der geschäftsführende Vorsitzende des Fördervereins, Matthias Meyer und Paul Stehle, würden ebenfalls den Erhalt des Hademarebades begrüßen. Allerdings nur unter einigen aus Sicht der Vereine existenziell wichtigen Voraussetzungen. Paul Stehle: "Die Wasserfläche insgesamt darf nicht kleiner werden." Mit anderen Worten, aus dem Sportbad darf kein Spaßbad werden, das für Training und Wettkämpfe untauglich ist. Vor allem die Trennung in drei Becken für Schwimmer, Nichtschwimmer und Springer sei für die Schwimmsportler Gold wert, betonte Stehle.

Mitgliederverlust droht bei unnötig langer Schließung

Zudem haben die drei Vereinsvertreter im Gespräch mit CDU-Chef Martin Gropengießer sowie Diana Naujocks, Wolfgang Römer und Holm Diekenbrock zu bedenken gegeben, dass die mit einem Umbau unvermeidbare Zeit der Schließung nicht über Gebühr lang sein solle. Es gebe Erfahrungswerte, erläuterte Raimund Schaaf, wonach die Mitgliederzahl von Schwimmvereinen während der Sanierungen der von ihnen genutzten Bäder um bis zu 50 Prozent geschrumpft sei. "Schon jetzt verlieren wir in jedem Sommer, wenn das Hallenbad geschlossen ist, im Schnitt etwa 40 Kinder", so der Vorsitzende des Schwimmvereins, der aktuell etwa 270 Mitglieder zählt.

Wichtig wäre es schließlich noch, dass die Vereine ihre jeweils eigenen Räume in der ehemaligen Wohnung des Schwimmmeisters weiterhin nutzen können. Eine Neugestaltung und Neuorganisation des Umkleide- und Sanitärbereichs – auch mit dem Ziel das Bad familienfreundlicher zu machen – würden die Vereine durchaus begrüßen, so der gemeinsame Tenor.

Ein Antrag der CDU-Fraktion, das Thema Hallenbad in den Fachausschüssen zu beraten, liegt inzwischen im Rathaus vor. Martin Gropengießer hofft nun, dass es möglichst bald auf den Tagesordnungen auftaucht. Gropengießer: "Es ist wichtig, dass wir vorankommen." Insbesondere soll ausgelotet werden, welche Fördermöglichkeiten es überhaupt gibt und wann sie genutzt werden können. In den Jahren der Haushaltssicherung habe es praktisch keine Chance gegeben, das Hallenbad zu renovieren. Jetzt verfüge die Stadt aber wieder über finanzielle Handlungsspielräume und diese gelte es schnell zu nutzen. Die Christdemokraten hoffen, dass auch die anderen Ratsfraktionen einmütig mitziehen werden, wenn ein wirtschaftlich machbares und zukunftsfestes Lösungsmodell erarbeitet worden ist.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster(IKZ Hemer)

12. Mai 2017

Jens Spahn zu Gast in der Lungenklinik

Staatssekretär hatte eine Menge Fragen


Von links: Wolfgang Römer, Torsten Schulte, Jens Spahn, Christel Voßbeck-Kayser, Marco Voge und Martin Gropengießer

Mit Jens Spahn hat noch ein weitere prominenter Politiker im Rahmen des Wahlkampfes seine Visitenkarte in Hemer abgegeben. Der parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium hat sich über Jahre auch als Experte für Gesundheitspolitik profiliert und besuchte folglich am Samstag in Begleitung des CDU-Landtagskandidaten Marco Voge, der Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser sowie Martin Gropengießer und Wolfgang Römer als Vertreter der heimischen Christdemokraten die Lungenklinik. Eine gute Stunde lang ließen sich vor allem die auswärtigen Gäste über die Klinik und deren Angebote vom Verwaltungsdirektor Torsten Schulte informieren, wobei Jens Spahn reichlich Fragen an den Gastgeber hatte. So vernahm er mit Freude, dass die Lungenklinik als Einrichtung in einer eher kleinen Stadt keine Probleme bei der Rekrutierung von medizinischem Personal hat.

Kritik an zu geringen Investitionszuschüssen

Welche Forderungen an die Gesundheitspolitik er habe, wollte Jens Spahn von Torsten Schulte wissen. Der Verwaltungsdirektor nannte unter anderem bessere Rahmenbedingungen bei der Kombination von stationären und ambulanten Leistungen. Derzeit leiden nicht zuletzt die Patienten unter Konflikten zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten, so Schulte. Er bemängelte auch, dass die Zuteilung von Geld für Investitionen durch die Länder nicht ausreichend seien, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. So müssten die Kliniken vielfach Geld aus anderen Einnahmequellen zuschießen, dass eigentlich für die Behandlung und Versorgung der Patienten bestimmt sei.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster(IKZ Hemer)

08. Mai 2017

Die Unterschriftenlisten für Abitur nach neun Jahren werden länger

Initiative "G9 jetzt in NRW" spürt auch in Hemer viel Rückenwind


Treten für G9 ein: (v.l.) Renate Tuschoff, Marcel Büttner, Holm Diekenbrock Gregor Schmitz, Ruth Zumbroich und Dr. Anne-Babett Woelke-Westhoff. CDU Mitglieder unterzeichneten im Rathaus für das Volksbegehren.

Die Unterstützung für eine Rückkehr zum Abitur in neun Jahren ist ungebrochen und geht quer durch die Parteien. Über weitere 300 Unterschriften konnten die Hemeraner G9-Initiatoren jetzt im Rathaus übergeben. Viele Bürger haben sich auch in die amtlichen Listen im Rathaus eingetragen. Zu ihnen gehörten nicht nur Michael Heilmann, sondern auch der pensionierte Schulleiter des Stenner-Gymnasiums Heinz-Dieter Klusmann oder der aktuelle Schulleiter des Woeste-Gymnasiums, Prof. Dr. Jörg Trelenberg. Mit Holm Diekenbrock, Renate Tuschhoff, Dr. Michael Rübsam und Marcel Büttner unterschrieben jetzt auch weitere CDU-Mitglieder. Sie sprachen sich auch für eine einheitliche Lösung für das ganze Land und damit gegen eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 aus.

Bis zum 7. Juni liegen die Eintragungslisten in Hemer zu folgenden Zeiten im Rathaus aus: montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Eine weitere Sonntagsöffnung für die Stimmabgabe gibt es am 28. Mai von 8 bis 12 Uhr im Rathaus.

Parallel dazu läuft gleichwertig die freie Unterschriftensammlung mit Hilfe der Unterschriften-Listen für je drei Unterzeichnende. Die ausgefüllten Listen sollten in der Stadtbücherei, dem Buchladen, Schuhhaus Stehmann, Elektro Hennecke oder Blumenkorb oder bei den Koordinatoren abgegeben werden, damit diese dann die Bestätigung bei den Ämtern einholen und die Listen weiterleiten können.

"Wir haben eine optimale Unterstützung in Hemer gefunden", ist Gregor Schmitz dankbar für die Unterschriften.

Quelle: Bild und Text von Ralf Engel(IKZ Hemer)

06. Mai 2017

Plädoyer für höhere Einkommen und speziell geplante Häuser

Pflege-Beauftragter Karl-Josef Laumann besucht auf Wahlkampfreise auch das Seniorenheim Villa Brökelmann


Karl-Josef Laumann (M.) beim Rundgang durch die Villa Brökelmann, deren Geschichte von Philipp Roggel (r.) und Daniel Schwaer (L.) erläutert wurde. Die heimische CDU war durch Philipp Röster, Jörg Schulz und Landtagskandidat Marco Voge vertreten.

"Das ist ja mal ein ganz anderes Ambiente hier!" Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für Patienten und Pflege, hat schon viele Altenheime von innen gesehen. Am Donnerstag fiel ihm deshalb die außergewöhnliche Ausstrahlung der Villa Brökelmann sofort ins Auge, der er zusammen mit dem CDU-Landtagskandidaten Marco Voge einen Besuch abstattete. Nicht nur in den Geschäftsführern des privaten Seniorenheims, Philipp Roggel und Daniel Schwaer, stieß Laumann auf zwei kompetente Gesprächspartner. Auch Gudrun Gille und Horst Riedel vom Netzwerk Demenz nahmen an Rundgang und Gesprächsrunde teil, ebenso die Leiterin des Von-der-Becke Altenheims, Gudrun Chrzanowksi.

Von Roggel und Schwaer ließ sich Laumann deren Sorge und Nöte, aber auch Grundzüge ihres Erfolgskonzeptes erläutern. So hörte er mit Interesse, dass in der Villa Brökelmann, der Abbruchquote bei Auszubildenden quasi auf Null gesenkt worden ist, seit nur noch eingestellt wird, wer vorher im Haus ein sechsmonatiges Praktikum absolviert hat.

Laumann machte deutlich, dass sich das ganze System der organisierten Altenpflege in den vergangenen Jahren wesentlich verändert habe. Die Senioren, die in Heime einziehen, seien in hohem Maße pflegebedürftig, zudem steige der Bedarf an Tagespflegeplätze, damit berufstätigen Angehörigen die Möglichkeit eingeräumt werden kann, Eltern lange zu Hause zu behalten.

Ein Lanze brach Laumann für das Pflegepersonal, das nicht allein gesellschaftliche Anerkennung brauche, sondern grundsätzlich auch höhere Bezahlung. "Die Pflegekräfte sind da zu gutmütig und ihre soziale Einstellung wird ausgenutzt." Laumann plädiert für die Einrichtung einer Pflege-Kammer, eine Interessenvertretung ähnlich der des Handwerkes.

Der Rundgang durch die historische Villa und den modernen Anbau des Seniorenheimes hinterließ bei Karl-Josef Laumann Stirnrunzeln. Er machte keinen Hehl daraus, dass er es nicht für ideal hält, wenn Gebäude zu Altenheimen umfunktioniert werden. Nicht einmal ehemalige Krankenhäuser hält er für perfekt geeignet. Moderne Seniorenheime müssen für ihn als solche geplant und gebaut werden – und zunehmend auf Bewohner mit Demenz zugeschnitten sein. Denn deren Anteil unter den Bewohnern werde in Zukunft noch erheblich steigen.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster(IKZ Hemer)

05. Mai 2017

Im Sauerland tief verwurzelt und engagiert

Die Landtagskandidaten im Wahlkreis 122: Für die CDU geht Marco Voge aus Balve ins Rennen

Nein, er ist kein Landwirt, auch wenn er vor einem Traktor stehend auf Sauerländer Weiden die Ärmel hochkrempelt und von den Wahlplakaten lächelt. Auf dieses in seinem Heimatdorf Mellen aufgenommene Foto und den Werbeslogan "Ackern für die Region" ist Marco Voge schon oft angesprochen worden, ist es für die CDU und die vielen Parteiwerbungen doch eher untypisch.

Vom "Ackern für die Region" hatte der Christdemokrat in einem ersten Interview nach seiner Nominierung zum CDU-Landtagskandidaten gesprochen. Seither ist der Spruch zu einem Selbstläufer geworden, und er spiegelt viel über den Menschen Voge wider, der im Sauerland tief verwurzelt ist und gerne anpackt. Ist er ein echtes Landei? Mit dem Begriff hat der mit 37 Jahren jüngste Kandidat im heimischen Wahlkreis etwas Probleme. Wenn das Wort positiv behaftet sei, dann natürlich. "Ich fühle mich hier wohl, liebe die Menschen und ihre Mentalität. Aber das Sauerland liegt nicht hinter den Sieben Bergen", betont er und meint damit den Fortschritt in der Region und die Attraktivität für die Wirtschaft.

Gute Nachbarschaft wird in Mellen gepflegt

Seit der Geburt in Balve ist das Sauerland die Heimat Marco Voges. In Balve ging er zur Schule, absolvierte seine Ausbildung zum Informatiker. Bundeswehr und das Studium zum Diplom-Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaften waren Zwischenstationen in der Ferne, um wieder nach Mellen zurückzukehren. Dort lebt er mit Ehefrau Pamela und den beiden Töchtern. "Die drei Damen sind das Wichtigste in meinem Leben", betont er.

Gleich dahinter kommen Freunde und Nachbarn. Die gute Nachbarschaft wird nicht nur durch Wander- und Grillgruppen gepflegt, sondern auch durch eine WhatsApp-Gruppe für das koordinierte morgendliche Brötchenholen. "Der Zusammenhalt macht uns aus", weiß Marco Voge und zeigt dies auch durch die Mitgliedschaft in vielen Vereinen und das Engagement im Vorstand der Schützenbruderschaft St. Hubertus Mellen: "Wenn es das Ehrenamt nicht gäbe, wäre vieles unbezahlbar".

In Mellen ist Marco Voge auch der Ortsvorsteher. "Sich für die Menschen einzusetzen, etwas für die Region zu ändern, das treibt mich an. Politik betrifft uns alle", sagt der 37-Jährige. Darin liegt auch seine politische Motivation begründet, die 1995 mit dem Eintritt in die Junge Union begann. Schon in seinem Elternhaus sei immer viel politisch und kontrovers diskutiert worden. Das lag sicherlich auch an der politischen Verfolgung der Großeltern durch die Stasi. Das habe ihn stark geprägt und schließlich auch zu den Christdemokraten geführt.

CDU-Pressesprecher und Büroleiter für MdL Schick

Politisch hat Marco Voge schon einige Erfahrungen sammeln können. Seit 2014 ist er Ratsmitglied und Kreistagsabgeordneter, darüber hinaus Pressesprecher der CDU im Märkischen Kreis und Südwestfalen. Düsseldorfer Landtagsluft hat der Mellener seit 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter des Iserlohner Landtagsabgeordneten Thorsten Schick schnuppern können. Dadurch kenne er die vielfältigen Strukturen und Probleme im Märkischen Kreis und die Abläufe im Landtag. All dies sei eine gute Ausgangslage.

Hoffnungsvoll ist Marco Voge, den Wahlkreis am 14. Mai zurückzugewinnen und den Einzug in den Landtag zu schaffen. "Die Leute merken, es könnte in NRW besser laufen", verweist er auf viele positive Rückmeldungen im Wahlkampf, die ungemein beflügelten. "Es wird um jede Stimme gekämpft, bis zum letzten Tag", sagt der Kandidat.

Auf drei Themen wird er immer wieder angesprochen. "Die Sicherheit treibt die Leute um, viele haben persönliche Erfahrungen gemacht, die zu einem subjektiven Unsicherheitsgefühl beigetragen haben", sagt der Christdemokrat. Das müsse dringend geändert werden, unter anderem durch mehr Polizeibeamte und die Einführung von Bodycams.

Als gelernter Informatiker und Mitglied im Aufsichtsrat der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen liegt ihm der Breitbandausbau besonders am Herzen. "Das ist ein harter Standortfaktor, Südwestfalen ist eine Industrieregion. Das Land hat das Thema total verpennt", betont Voge.

Das dritte Dauerthema hat er nicht nur zahlreichen Gesprächen entnommen, sondern bei ausgedehnten Wahlkampftouren durch den Wahlkreis am eigenen Leib verspürt: Viele Straßen seien in einem katastrophalen Zustand. "Buckelpisten gehören auf die Skipisten", plädiert er für eine ausreichend Finanzierung für den Erhalt der Infrastruktur.

Die Kandidaten im Video finden Sie unterwww.ikz-online.de/voge und bei youtube unter Iserlohner Kreisanzeiger

Quelle: Bild und Text von Ralf Engel(IKZ Hemer)

03. Mai 2017

PKW Parkplätze für die Freiwillige Feuerwehr Deilinghofen

Gemeinsamer Antrag von CDU, SPD und FPD Hemer

An den
Bürgermeister der Stadt Hemer
Herrn Michael Heilmann


Sehr geehrter Herr Heilmann!

Die o. g. Fraktionen stellen folgenden Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, wie zeitnah auf dem Grundstück der Freiwilligen Feuerwehr Deilinghofen/Grundschule Deilinghofen eine nennenswerte Anzahl von zusätzlichen PKW-Parkplätzen geschaffen werden kann.

Begründung:

Bei einer Ortsbesichtigung durch Mitglieder der o. g. Fraktionen mit Vertretern der Feuerwehr wurde wieder einmal deutlich, dass die Parkplatzsituation dort indiskutabel ist, da die wenigen Parkplätze sowohl von der Schule, als auch von der Feuerwehr sowie nachmittags von Sportlern genutzt werden. Um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, müssen insbesondere die Feuerwehralarmplätze (für die anrückenden Freiwilligen) sichergestellt sein.

Die gesamte Verkehrssituation ist dort unbefriedigend, da Schüler-, Anwohner- und Feuerwehrverkehr über eine schmale Straße (die besonders im Winter zugeparkt ist) abgewickelt werden.

Die Situation wird sich noch weiter verschlechtern, wenn in Deilinghofen die OGS eingerichtet wird. Es ist deshalb anzustreben, zeitnah Lösungen zu suchen und umzusetzen. So können wir uns gut vorstellen, dass an der Feuerwehrauffahrt links und rechts Parkplätze geschaffen werden, wo aktuell Rasenflächen sind.

Unbestritten ist, dass in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen (oder gar Neubauten) an den Feuerwehrgebäuden in der Becke, Ihmert und Sundwig getätigt werden müssen. Dies ist aber erst nach dem Brandschutzbedarfsplan sinnvoll planbar und in ein Gesamtkonzept zu fassen. Die o. g. Maßnahme ist aber unabhängig davon sinnvoll und kann zeitnah und mit überschaubarem finanziellen Aufwand umgesetzt werden.

gez. Martin Gropengießer (CDU-Fraktion)
gez. Hans-Peter Klein (SPD-Fraktion)
gez. Arne Hermann Stopsack (FDP-Fraktion)

22. April 2017

Nach Schlappe der Bürgermeisterwahl nicht liegen geblieben

CDU Hemer will durch Sachpolitik verlorenen Einfluss zurückgewinnen. Vorstand bei Jahreshauptversammlung bestätigt


Von links: Jörg Schulz, Dolores Büchter, Wolfgang Römer, Sylvia Steiger, Bernadette Böger, Philipp Röster, Martin Rohländer, Marco Voge, Tobias Kähler, Christel Voßbeck-Kayser, Martin Gropengießer

Zur Jahreshauptversammlung hat die CDU Hemer am Mittwoch im Hotel Garni nicht nur viele Mitglieder, sondern auch Gäste aus der Nachbarschaft begrüßen können. Der 19. April als Termin war kein Zufall: Erinnert werden sollte damit an Konrad Adenauer, der vor 50 Jahren gestorben ist. Außerdem wurde genau 10 Jahre zuvor die erstmals aktuelle Führungsmannschaft rund um den Vorsitzenden Martin Gropengießer gewählt.

Laut einer Pressemitteilung der CDU ging Gropengießer in seinem Bericht auf die beiden zurückliegenden Geschäftsjahre ein. Er verglich die Situation der CDU mit einer Achterbahn, bei der es neben Höhen auch Talfahrten gegeben habe. Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl habe die Partei mit allen Mitgliedern Überlegungen angestellt, wie es weiter gehen solle. "Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides", zitierte Martin Gropengießer in diesem Kontext Konrad Adenauer. Um den verlorenen Einfluss zurückzugewinnen, hätten die Christdemokraten das alte Rezept der kontinuierlichen Sachpolitik wieder in den Vordergrund gestellt. Diesem Grundsatz sei eine Vielzahl von Anträgen entsprungen, die die Stadt weiterentwickeln könne, etwa die Modernisierung des Gymnasiums, das neue Umkleidegebäude am Sportplatz in Deilinghofen, der neue Kunstrasen am Westiger Sportplatz oder die Sanierung des Hademarebades.

Gute Zusammenarbeit mit der Kreispartei

"Wir wollen wichtige Themen in den Fokus der politischen Beratungen rücken, eine mögliche Sanierung des Hademarebades ist uns dabei ein ganz dringendes Anliegen", hob Gropengießer hervor. Der innerparteiliche Zusammenhalt sei nach der Wahlniederlage gestärkt worden. Die CDU habe sich wieder gefangen und die neuen Realitäten anerkannt. "Wenn die Wahlschlappe etwas Positives hat, dann der konstruktive Umgang mit ihr innerhalb der Partei", so Gropengießer weiter. Zu den positiven Aspekten der Achterbahnfahrt der vergangenen beiden Jahre gehöre die Zusammenarbeit mit der Kreispartei – gleich sechs Mitglieder aus Hemer arbeiten im neu gewählten Kreisvorstand mit. Auch die bilaterale Kooperation mit den Stadtverbänden aus Iserlohn und Menden sei vorangetrieben worden, so dass es zwischen Hemer und Iserlohn beispielsweise erstmals auch gemeinsame Vorstandssitzungen gebe.

Die zurückliegenden Haushaltsberatungen mit der Verhinderung der Steuererhöhung wertet die CDU ebenfalls als Erfolg. "Das war für uns die erste Bewährungsprobe nach der Wahl und das hat den Hemeraner Bürgern bis jetzt schon knapp 1,8 Millionen Euro gespart", führte Gropengießer an.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurde Martin Gropengießer einstimmig als Parteivorsitzender wiedergewählt,und das gesamte Vorstandsteam erhielt ebenfalls große Zustimmung. Mit den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Römer und Holm Diekenbrock, Geschäftsführer Martin Rohländer, Schriftführer Jörg Schulz, Schatzmeister Philipp Röster, dessen Stellvertreterin Sylvia Steiger, Pressesprecher Tobias Kähler, seiner Stellvertreterin Bernadette Böger, sowie Dolores Büchter, Wolf-Rüdiger Kuhlmann und Gabriele Wallbaum-Strecker als Beisitzer hat sich das Gesicht des Vorstandes seit 2007 kaum verändert.


Jubilarehrung von Heiko Lingenberg mit Ehrengästen, von links Wolfgang Römer, Thorsten Schick, Christel Voßbeck-Kayser, Heiko Lingenberg, Martin Gropengießer, Marco Voge und Paul Ziemiak

Zu den Gästen der Versammlung konnte zählten neben dem Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Thorsten Schick, der Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser und dem Landtagskandidaten Marco Voge auch der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak. Beifall gab es für Heiko Lingenberg, der mit Urkunde und Ehrennadel für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde.

Quelle: Bild (Privat) und Text (IKZ Hemer)

21. April 2017

Autos gefährden Fußgänger auf dem Gehweg

CDU-Antrag: CDU möchte Gefahrenpunkt auf der Urbecker Straße entschärfen

Eine gefährliche Parksituation auf der Urbecker Straße bereitet der CDU Sorgen. Die Christdemokraten haben beim Bürgermeister eine Überprüfung beantragt und bitten um einen Ortstermin.

Durch den Neubau der Mehrfamilienhäuser werde mittlerweile zwischen der Einfahrt Hücking und dem ehemaligen Bären der komplette Straßenrand beparkt. Dadurch könne ein Ausweichen der entgegenkommenden Fahrzeuge teilweise nur über den Gehweg erfolgen. Die Urbecker Straße ist ein ausgewiesener Schulweg für die Oesetalschule und die Realschule. "Nicht selten ist zu beobachten, dass die Schüler oder andere Benutzer des Gehweges zur Seite springen müssen, da ein Fahrzeug auf den Gehweg auffährt", schildert Diana Naujocks. Auch die Überquerung des Zebrastreifens werde durch die eingeschränkte Sicht durch parkende Autos erschwert. Diese Gefahrenpunkte müssen nach CDU-Ansicht unbedingt beseitigt werden, bevor ein Unfall mit Personenschaden passiere.

Quelle: Bild (Privat) und Text (IKZ Hemer)

08. April 2017

Doch Sanierung des Hademarebads?

CDU plädiert für Grundsatzentscheidung und sieht Chance einer Finanzierung

Die CDU-Ratsfraktion möchte ein Thema wieder ins politische Scheinwerferlicht rücken, das in den vergangenen Jahren aufgrund zahlreicher anderer "Baustellen" in den Schatten gerückt ist – die Zukunft des Hademarebades. Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass das Hallenbad baulich und technisch in keinem guten Zustand ist. In der Vergangenheit war bereits spekuliert worden, ob eine Sanierung wirtschaftlich noch sinnvoll ist und nicht ein Neubau an anderer Stelle die bessere Lösung ist. Die Christdemokraten möchten die Grundsatzentscheidung darüber jetzt nicht länger aufschieben. "Wir müssen als Stadt wissen, wo wir hinwollen", betont der Fraktionsvorsitzende Martin Gropengießer.

Sein Stellvertreter Wolfgang Römer hatte in seinem Bürgermeister-Wahlkampf noch den Neubau eines Hallenbades durch einen Investor auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände als Option ins Spiel gebracht. Die Suche nach einem solchen Investor war bislang vergeblich und scheint es zu bleiben. Obwohl die CDU noch in alle Richtungen offen ist, flirtet Gropengießer mit einer Lösung, die lange als zu teuer schien: Die Kernsanierung und Modernisierung des bestehenden Hallenbades und der endgültige Verzicht auf einen Neubau.

Aus Sicht der CDU gibt es dafür schlüssige Argumente. Einer ist der zentrale Standort, gut erreichbar für die Schulen und mit dem öffentlichen Nahverkehr. Und Parkplätze gibt es auch reichlich. Zudem sei das Hallenbad eine städtebauliche Komponente, an die sich die Bürger gewöhnt haben und die keineswegs unattraktiv ist. Eine sinnvolle andere Nutzung des Gebäudes oder auch nur des Platzes nach einem teuren Abriss liegt auch nicht auf der Hand.

Zuschüsse aus "Förderpakt Soziale Integration NRW"?

Was aber vor allem für die Sanierungslösung spreche, so Gropengießer und Römer, ist die Aussicht auf eine Finanzierung mit Hilfe von Land und Bund. Zu diesem Zweck müsste es gelingen, den Fördertopf "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017" anzuzapfen. Nach Kenntnis der CDU sollen sich die Sanierungskosten aufgrund vorsichtiger Schätzungen auf rund 7 Millionen Euro belaufen. Käme Hemer bei diesem Investitionspakt zum Zuge, würde der Bund 75 Prozent der Kosten tragen, das Land 15 Prozent. Martin Gropengießer: "Der Stadt bliebe lediglich der Rest von 10 Prozent. Bei einem Kostenvolumen von 7 Millionen wären das nur 700.000 Euro. Und weil es sich dabei um eine Investition handelt, könnten wir diese Summe wegen des niedrigen Zinsniveaus finanzieren, ohne den Haushalt massiv zu belasten." Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass durch eine moderne Badtechnik die im Moment horrend hohen Betriebskosten des Hallenbades sinken und die Differenz und von den Kreditbeschaffungskosten abgezogen werden können.

Ob ein Antrag auf Förderung der Hallenbadsanierung tatsächlich von Erfolg gekrönt ist, weiß natürlich im Moment niemand. Vordringlich ist aus Sicht der CDU aber, noch in diesem Jahr die Weichen grundsätzlich in Richtung Sanierung oder doch Neubau zu stellen. Deshalb hat die Fraktion offiziell Anfragen an die Verwaltung formuliert. Sie möchte wissen, welche Maßnahmen bereits in Sachen Hallenbad im Rathaus getroffen worden sind, wie die Verwaltung den Diskussionsprozess unter Beteiligung der Politik, der Schwimmvereine und sonstiger interessierter Bürger einleiten könnte, welche haushaltstechnischen Auswirkungen ein Neubau oder eine Sanierung haben und welche Fördermöglichkeiten beantragt werden können. Darüber hinaus betonen Martin Gropengießer und Wolfgang Römer, dass sie es begrüßen würden, bei dieser eminent wichtigen Frage einen breiten politischen Konsens zu erreichen: "Wir möchten da möglichst alle ins Boot holen."

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ)

16. März 2017

Zum ersten Mal mehr Geld als baureife Projekte

Weiterbau A46


CDU-Vorsitzender Martin Gropengießer, MdB Oliver Wittke und Landtagskandidat Marco Voge

"Hemer hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, aber das Autobahnende ist leider noch immer in Bilveringsen", sagte CDU-Chef Martin Gropengießer am Dienstagabend im Deilinghofer Restaurant Ess-Pri. Für diesen Abend hatte CDU-Landtagskandidat Marco Voge den Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke gewinnen können, der von 2005 bis 2009 Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen war.

Ungebrochen großes Interesse am Lückenschluss

Gut gefüllt war der Saal, denn das Thema Autobahn ist ein Dauerbrenner und ein Generationenprojekt. Die Bedeutung des Lückenschlusses zwischen Hemer und Ense sei aus verschiedenen Gründen ein Muss, zum einen eben wichtig für Hemer als Wirtschaftsstandort, zum anderen aber von großer Bedeutung für die Menschen, die an der B7 oder in den Ortsteilen Niederhemer und Becke wohnen. "Die Menschen sind vom jetzigen Zustand stark benachteiligt, dort fahren täglich rund 30 000 Autos her", sagte Martin Gropengießer, der sich freut, dass es die Perspektive gebe, dass der Weiterbau bis 2030 umgesetzt sei oder man zumindest damit begonnen habe, da Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den Weiterbau der A 46 von Hemer nach Menden in den vordringlichen Bedarf eingestuft hat.

Marco Voge betonte, dass ihn und den früheren NRW-Verkehrsminister unter anderem die Leidenschaft für NRW verbinde; Voge appellierte, dass man aufhören müsse, die Natur gegen den Menschen auszuspielen. "Es muss Entlastung geschaffen werden", sagte Marco Voge im Ess-Pri.

Bundestagsabgeordneter Oliver Wittke gab sich voller Zuversicht: Wir haben zum ersten Mal mehr Geld als baureife Projekte", sagte er, "am Geld wird es nicht scheitern!" Aber man müsse auch sehen, dass man bezüglich der Planungen nicht bei Null, aber schon bei "nahe Null" anfange.

Pläne können nicht eins zu eins übernommen werden

Die Pläne und Studien seien schon einige Jahre alt und könnten sicher nicht eins zu eins übernommen werden. "Es ist wichtig, dass es schnell losgeht, damit man nicht noch weiter zurückgeworfen wird. Das alles kostet weiteres Geld und auch Zeit", so Wittke. Er fügte seinen Ausführungen augenzwinkernd noch den Satz dazu: "Man weiß ja, dass ich gerne schnell unterwegs bin!" Die Trasse sei hoch anspruchsvoll, weil es ein "verdammt sensibler Bereich" sei, und es gebe Richtlinien, "die weiter verschärft worden sind".

Auch wenn es an dem Abend keine Neuigkeiten hinsichtlich des Weiterbaus der A 46 gab, für die Autobahnbefürworter war die positive Stimmung des Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke Balsam für die Seele. In Hemer ist es nur die Grüne Alternative, die gegen den Lückenschluss ist.

Quelle: Bild und Text von Carmen Ahlers (IKZ)

28. Februar 2017

Mit EU-Fördermitteln innovativ und effizient

Europaabgeordneter Dr. Peter Liese besichtigte die Firma Megatherm Elektromaschinenbau in Westig


Dr. Peter Liese, Landtagskandidat Marco Voge, Azubi Daniel Epp, Ralf-Werner Held und Alexander Hesse.

Innovativ und kreativ präsentiert sich die Firma Megatherm Elektromaschinenbau in Westig. Wenn der Geschäftsführer und Diplom-Ingenieur Ralf-Werner Held, der für die technische Entwicklung verantwortlich zeichnet, über das vor 26 Jahren in Neuenrade gegründete Unternehmen spricht, hält er mit gewissem Stolz nicht hinter dem Berg. Zehn Mitarbeiter beschäftigt die Firma, die 1998 nach Hemer umsiedelt war und im vergangenen Jahr ihren Standort an der Lohstraße erheblich erweitert hat. Damit ist Megatherm jetzt noch besser in der Lage, die Anforderungen der Kunden nach innovativer Entwicklungsdienstleistung zu bedienen.

Hitze hilft beim Stanzen hochfester Stahlbleche

Neben den Entwicklungsaufträgen von Industriekunden widmet sich Megatherm seit Juli 2016 dem auf drei Jahre angelegten Projekt "KonTakt". Dabei geht es darum, eine Effizienzsteigerung beim Stanzen hochfester Bleche durch konduktive Erwärmung in getakteten Werkzeugen zu erzielen. Mit gut 160.000 Euro wird das Projekt durch das ERFE-Programm gefördert, das in Südwestfalen zahlreiche zukunftsträchtige Ideen befeuert und dadurch die gesamte Region stärkt.

In der vergangenen Woche haben Dr. Peter Liese, Mitglied des Europäischen Parlaments, zusammen mit dem CDU-Landtagskandidaten Marco Voge der Firma Megatherm einen Besuch abgestattet, um sich aus erster Hand zu informieren, wie dort EU-Wirtschaftsfördermittel für moderne Technologien in Südwestfalen verwendet worden sind werden. Ralf-Werner Held und dem zweiten Geschäftsführer Alexander Hesse, der sich explizit um den Vertrieb kümmert, gewährten den beiden Politikern einen Einblick in ihre Firma. Nach theoretischen Erläuterungen durften sie Daniel Epp, der eine Ausbildung bei Megatherm absolviert, bei der praktischen Arbeit über die Schulter schauen und zudem einen Blick in das firmeneigene Versuchslabor werfen. Dabei konnten sie feststellen, dass es gute Ideen nicht nur im Ruhrgebiet, sondern auch in Südwestfalen umgesetzt werden.

Effizienzsteigerung, ressourcenschonender Einsatz von Materialien und Energie in der Produktion sorgen unter anderem dafür, dass heimische Unternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen können. Bei der Firma Megatherm, deren Kunden vorwiegend im deutschsprachigen Raum, aber auch in den USA und Russland sitzen, werden diese Prinzipien angewendet. Hochfeste Stähle können nur sehr schwer gestanzt werden, oftmals ist eine teure Nachbearbeitung der Blechbauteile erforderlich. Dabei setzt das Projekt "KonTakt" an, denn es wird erstmals das Warmstanzen solcher Stähle mit einer lokalen Widerstandserwärmung im Werkzeug entwickelt. Durch das kurzzeitige, örtliche Erwärmen des Blechs eine hohe Bauteilqualität gewährleistet.

Dr. Peter Liese und Marco Voge nahmen viele Eindrücke und Informationen von ihrem Besuch mit und hatten dabei aber auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme des mittelständischen Unternehmens.

Quelle: Bild und Text von Annabell Jatzke (IKZ)

16. Februar 2017

Paul Stehle ist Träger des erstmals verliehenen Konrad-Adenauer-Ehrenpreises der CDU Hemer

Sechs Jahrzehnte vorbildlichen Engagements


Bescheiden wie immer bedankte sich Paul Stehle (2.v.li.) für die Ehre, die ihm von der CDU mit dem Konrad-Adenauer-Preis angetragen worden ist.

Die CDU Hemer hat den Festakt anlässlich ihres 70-jährigen für eine Premiere genutzt und einen nach Konrad Adenauer benannten Preis für besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen. Erster Preisträger ist mit Paul Stehle ein Mann, der die Kriterien für die Vergabe dieses Preises wie kaum ein andere erfüllt. Unter dem anhaltenden Beifall des Saales nahm Stehle den Preis aus den Händen des CDU-Vorsitzenden Martin Gropengießer sowie dessen Stellvertretern Wolfgang Römer und Holm Diekenbrock entgegen.

Letzterer hielt die Laudatio für den Preisträger, der das Prinzip des gemeinnützigen Einsatzes seit sechs Jahrzehnten vorbildlich umsetzt. Vor allem das Schützenwesen habe nahezu das ganze Leben von Paul Stehle geprägt, sagte Diekenbrock. Schon als 15-jähriger trat Stehle 1955 in die Sportschützenabteilung des BSV Hemer ein, wurde nach einem Jahr Vereinsmeister, 1964 Bezirksmeister. In diesem Jahr übernahm er die Führung der Artillerie des BSV und so mit 24 Jahren die Verantwortung des Kompaniechefs. 1976 wurde Paul Stehle zum 2. Vorsitzenden des Gesamtvereins gewählt, zwei Jahre später zum Vorsitzenden. In diesem Jahr errang er auch die Königswürde. 17 Jahre steuerte er das Vereinsschiff bis 1995 und wurde anschließend zum Oberst gewählt. Erst 2010 gab er dieses Amt im Alter von 70 Jahren auf und wurde zum Ehrenoberst ernannt. Doch damit zog sich Paul Stehle immer noch nicht aufs Altenteil zurück, sondern ist seit 2014 Leiter der Schießsportabteilung.

Doch die Liste der Verdienste des Preisträgers ist längst nicht komplett. Paul Stehle ist aktiv in den Fördervereinen von Haus Hemer und des Sauerlandparks. Der Schießsportler Paul Stehle war auch immer ein begeisterter Schwimmer und folgerichtig Geschäftsführer des Fördervereins Schwimmen in Hemer.

Wie Wolfgang Römer erläuterte, kann der Konrad-Adenauer Preis künftig nicht nur an Einzelpersonen, sondern auch an Gruppen, Vereine oder Unternehmen verliehen werden. Für Anregungen und Vorschläge sei die CDU dankbar.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ)

16. Februar 2017

Gemeinsamkeit aller Demokraten beschworen

Ohne Wahlkampfgetöse: Festakt zum 70-jährigen Bestehen der CDU Hemer mit Ehrengast Bernhard Vogel


Die CDU Hemer konnte im Alten Casino nicht nur Gäste aus den eigenen Reihen, sondern zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens in Hemer begrüßen.

"Eine Demokratie kann nur dann funktionieren, wenn alle demokratischen Kräfte gemeinsam mit den vielfältigen Impulsen aus der Bürgerschaft zusammenwirken. Jedes neue Mitglied in einer demokratischen Partei ist ein Gewinn für unser Gemeinwesen. Gerade heute ist diese Botschaft notwendiger denn je." Diese Feststellung des Vorsitzenden Martin Gropengießer in seiner Begrüßung anlässlich des Festaktes zum 70-jährigen Bestehen der CDU Hemer, wurde durch einen Blick über die rund 120 Gäste im Saal widergespiegelt. Längst nicht nur Christdemokraten waren am Dienstagabend der Einladung ins Alte Casino gefolgt, sondern Abordnungen fast aller im Rat vertretenen Parteien sowie Vertreter von Vereinen, Organisationen, Kirchen, Schulen, der Stadtverwaltung, von Banken und Unternehmen sowie Bürgermeister Michael Heilmann und sein Vorgänger Michael Esken.

An der Spitze der Gästeliste aber stand ein Mann, der zuletzt vor 40 Jahren seinen Fuß auf Hemeraner Boden gesetzt hat: Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen. Der mittlerweile 84-jährige Politiker hielt eine kritisch-analytische, aber warmherzige Festrede, die den Bogen schlug von den Gründungstagen der CDU bis hin zu den Problemen und Aufgaben der Gegenwart und Zukunft. Dabei vermied er wahlkämpferische Töne, sondern beschwor ebenso wie zuvor Martin Gropengießer die Gemeinsamkeit der Demokraten.

Bernhard Vogel sagte, die Idee zur Gründung der CDU als eine Partei neuen Typs, sei bereits in den Konzentrations- und Gefangenenlagern und den Schützengräbern während und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft entstanden – die Idee einer Partei der entgegengestreckten Hand und nicht der geballten Faust, einer christlichen Partei über die Grenzen der Konfessionen hinweg. Die Christdemokratie nähre sich seither aus drei Wurzeln – dem christlich-sozialen, dem freiheitlich-liberalen und dem wertkonservativen Gedanken, wobei konservativ bedeute, "das Überkommene muss jeden beweisen, dass es noch für die Zukunft taugt".

Klare Distanzierung von populistischen Parteien

Bernhard Vogel bekannte sich zur sozialen Marktwirtschaft und zum Föderalismus. Zentralistische Zeiten seien in Deutschland nie gute Zeiten gewesen. Die Länder sollten aus seiner Sicht niemals auf ihre Machtkontrolle verzichten und nicht der Versuchung erliegen, sich vom Bund mit Geld Zuständigkeiten abkaufen zu lassen. Ebenso brach Vogel eine Lanze für die Subsidiarität bis hinunter auf die Ebene der Städte und Gemeinden. "Wir feiern einerseits die starken Kommunen, aber deren größte Schwäche ist das fehlende Geld, ohne dass sie ihre Aufgaben nicht erledigen können."

Bernhard Vogel beleuchtete auch das Erstarken populistischer Strömungen und Parteien. "Mit Leuten wie Björn Höcke wollen wir nichts zu tun haben. Aber wir müssen uns mit den Menschen befassen, die solche Parteien wählen. Wir müssen fragen, warum sie es getan haben, und was wir tun müssen, damit sie es nicht wieder tun."

Vogel bekannte sich klar zum Asylrecht, forderte aber von denen, die in Deutschland Asyl suchen und finden, ebenfalls ein eindeutiges Bekenntnis zum Grundgesetz. Ebenso deutlich sein Credo für Europa. Auf Dauer hätten die 500 Millionen Europäer nur gemeinsam eine Chance, ihren Wohlstand zu sichern und nicht zu einer Minderheit in der Welt zu werden.

Unmissverständliche Kritik an Donald Trump

Scharfe Kritik übte er am Gebaren von Donald Trump, zum Beispiel an dessen Plänen, eine Mauer an der Grenze zu bauen oder seiner aktuellen Richter-Schelte. "Man sollte die Freiheitsstatue in New York abbauen, wenn sich das nicht ändert", empfahl Vogel fand aber auch tröstende Worte: "Wir sollten nicht vergessen, es gibt nicht nur den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, es wird auch einen 46. geben." Bernhard Vogel warnte vor Wahlkampf-Methoden à la Trump. Der Union empfahl er, nicht die Integrität des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz infrage zu stellen, sondern sich mit dessen Argumenten auseinanderzusetzen.

Es gebe viel zu tun, 70 Jahre nachdem die CDU entstanden sei, aber es gebe keinen Grund, die Krisen zu bejammern, stellte Bernhard Vogel fest. "Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir Krisen meistern können." Am Ende zollten alle Zuhörerinnen und Zuhörer dem Altpolitiker lautstarken Beifall.

Zuvor hatte auch schon Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union aus Iserlohn ein Grußwort gesprochen. Ziemiak war es, der Bernhard Vogel dafür gewonnen hatte, auf dem Festakt in Hemer zu sprechen.

Die passende Musik zur Veranstaltung lieferte das Ensemble "Da Capo di Hademare" unter Leitung von Karin Lagodka-Troue, das am Ende auch die gemeinsam gesungene Nationalhymne begleitete.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ-online)

10. Februar 2017

Einblicke in moderne Zahntechnik ermöglicht

MIT Hemer

Zum Wirtschaftsgespräch und zur Besichtigung des Dentallabors "Active Dental" hatte die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) in die Nockenstraße eingeladen. Die Werkstatt produziert auf allen Gebieten moderner Zahntechnik exklusiv des Fachgebietes kieferorthopädischer Geräte. Nach einer Rede fes MIT- Vorsitzenden Martin Rohländer (links) unternahmen die 38 Gäste in zwei Gruppen eine Führung durch das Labor, und der Dentallabor-Geschäftsführer Rolf Rüchel (rechts) ging auf Fertigungsverfahren und Produkte ein. Im Anschluss diskutierten die Mittelständler mit dem Geschäftsführer und der heimischen Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser über gesundheitspolitische Themen und die aktuelle Gesetzeslage, den Mindestlohn, über Finanzierungsmöglichkeiten für Patienten, über Digitalisierung und über die Markt- und Wettbewerbssituation. Rolf Rüchel machte auf Wettbewerbsnachteile aufmerksam, die durch Preisdumping der ausländischen Konkurrenz durch Billiglohnarbeiten im Ausland entstehen. Active Dental ist am 2008 mit vier Mitarbeitern gegründet worden, inzwischen beschäftigt das Unternehmen 14 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.

Quelle: Bild (Privat) und Text vom(IKZ)

31. Januar 2017

Kummerkasten bei der MIT Hemer

Hilfe von Unternehmern für Unternehmen. Start-Up und Energie als neue Themen

Im Februar des Jahres 2015 gegründet, hat die MIT Hemer einige Veranstaltungen auf den Weg gebracht und will sich in Zukunft noch deutlicher positionieren. Das Team rund um den geschäftsführenden Vorstand bestehend aus Martin Rohländer, Ingo Bals und Hans-Joachim Becker hat verschiedene Unternehmen in Hemer und Umgebung besucht, war auf Messen zu sehen, um dort ausstellende heimische Firmen zu besuchen, hat zu Vortragsveranstaltungen eingeladen und Workshops organisiert. Zudem wurden Land- und Bundestag besucht. "38 Veranstaltungen waren es seit der Gründung der MIT", sagt Martin Rohländer und betont: "Wir sehen uns als Mittler zwischen den Unternehmen und der Politik."

Viele verschiedene Berufszweige vertreten

50 Mitglieder hat die MIT Hemer mittlerweile, und dort sind viele verschiedene Berufszweige vertreten. "Das ist wichtig, so kann man immer auf einen großen Erfahrungsschatz und auf versiertes Wissen zurückgreifen", so Rohländer. Die MIT hat sich bisher zu den Themen "Nein zu höheren Steuern" und "Weiterbau der A46" positioniert und geht jetzt die nächsten Themen an: Energie und Umwelt, Start-Up und Hilfestellung der Unternehmen – das sind Bereiche, in denen die MIT verstärkt aktiv werden möchte.

"Ich möchte junge Unternehmen fördern, mir sind vor allem Start-Ups wichtig", sagt Ingo Bals und kann den jungen Unternehmern sein Know-How und seine Netzwerke bieten. Zudem bietet er an, die Geschäftsidee kostenlos zu prüfen und sich finanziell zum Beispiel mit mietfreien Räumen zu beteiligen.

Zu einem Vortrag unter dem Titel "Energieeffizienz bei Häusern und Energiebauten" wird für den 18. Oktober, um 9 Uhr in das Unternehmen BeckerComPlan in Deilinghofen eingeladen. "Energieeffizienz ist das Öl unseres Jahrhunderts. Mehrhosten, die heute für den Einsatz von erneuerbaren Energien entstehen, ist die gesicherte Energie von morgen", betont Hans-Joachim Becker, "Energieeffizienz bedeutet vermeidbare Umweltschäden. Wir sichern damit auch die Zukunft unserer Kinder."

Die Mitglieder der MIT haben die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu knüpfen. "Wir bieten Hilfe von Unternehmern für Unternehmer an und haben jetzt einen Kummerkasten eingerichtet. Uns ist ein Dialog wichtig, vielleicht können wir helfen, Probleme zu lösen", so Martin Rohländer, der zusammen mit Ingo Bals und Hans Becker per Email zu erreichen ist: gv@wir-mit-Hemer.de

Quelle: Bild und Text von Carmen Ahlers (IKZ-online)

21. Januar 2017

Demonstration bei "Dunkelorange

Sicherer Schulweg in Deilinghofen


Holm Diekenbrock, Marco Voge, Friederike Gailer, Charly Stenner-Borghoff und Martin Gropengießer an der Fußgängerampel, die von vielen Schulkindern genutzt wird. Wobei die Sicherheit manchmal trügersch ist.

Seit vielen Jahren beklagen die Deilinghofer den Verkehr, der auf der Hönnetalstraße mitten durch ihr Dorf rollt. Wobei nicht allein das hohe Verkehrsaufkommen, sondern die Disziplinlosigkeit mancher Autofahrer vor allem Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten fürchten lässt. Im vergangenen November hat sich bereits der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (StUV) mit einem Bürgerantrag des "Arbeitskreises sicherer Schulweg" beschäftigt. Dabei wurde die Verwaltung vom Ausschuss beauftragt, ein Konzept für mehr Sicherheit auf und entlang der Ortsdurchfahrt zu erarbeiten.

Die CDU-Ratsfraktion will jetzt noch einmal nachlegen und in einem neuerlichen Antrag für den StUV von der Verwaltung wissen, welche konkreten Maßnahmen möglich sind und vor allem in welchem Zeitrahmen. Im Vorfeld machten sich der Fraktionsvorsitzende Martin Gropengießer, der sich schon in Niederhemer das Thema Schulwegsicherung auf die Fahnen geschrieben hat (wir berichteten), die Deilinghofer Ratsmitglieder Holm Diekenbrock und Charly Stenner-Borghoff, vor Ort ein Bild von der Situation. Dazu gebeten hatten sie die Sprecherin der Elterninitiative, Friederike Gailer, und den CDU-Landtagskandidaten Marco Voge. Die Teilnahme Voges könnte dadurch Bedeutung erlangen, da es sich bei der Hönnetalstraße – auch in der Ortsdurchfahrt – um eine Landesstraße handelt, die Stadt also nur eingeschränkt handlungsfähig ist, und keine verkehrsberuhigende Maßnahme ohne Zustimmung und Beteiligung des Landesbetriebs Straßen NRW möglich ist.

Kaum hatte Friederike Gailer den Besuchern geschildert, dass insbesondere die Fußgängerampel in der Nähe der Einmündungen von Pastoratstraße und Balver Weg nicht selten von Fahrzeugen passiert wird, wenn sie bereits auf Rot gesprungen ist, da lieferte ein Autofahrer prompt eine Demonstration der Gefahr und brauste bei "Dunkelorange" über die Ampel hinweg. "Es wird einfach zu schnell gefahren", bestätigte auch Charly Stenner-Borghoff und forderte "es muss endlich was geschehen."

Deilinghofen soll dauerhaft eigenen "Smiley" bekommen

Marco Voge sagte zu, sich mit dem Landesbetrieb in Verbindung zu setzen und auf die Dringlichkeit zu verweisen. Die CDU-Fraktion wird ihren Antrag stellen. Und Friederike Gailer und ihre Mitstreiter wollen nicht nachlassen, für ihr Anliegen und die Sicherheit der Kinder einzutreten.

Erste konkrete Maßnahme soll die dauerhafte Installation eines Geschwindigkeitsmessgerätes sein, auch bekannt als "Smiley". Wie der städtische Verkehrsplaner Albrecht Buscher bestätigt, wird das Gerät sofort gekauft, wenn die Genehmigung des Haushaltes vorliegt, womit noch im Laufe des Februars gerechnet wird.

Die Elterninitiative hat bereits zugesagt, sich an den Kosten für das Gerät zu beteiligen, wenn es in Deilinghofen bleibt, und auch Informationsveranstaltungen zur Schulwegsicherung in der Schule und im Kindergarten zu organisieren.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ-online)

13. Januar 2017

Informationsdefizite und Missverständnisse

Klärendes Gespräch zwischen Politikern der Hemer-Koalition sowie der Führungsebene der Feuerwehr


Politik und Feuerwehr an einem Tisch: Nach dem anderthalbstündigen Gespräch gab es Informationen ber den Verlauf. Die meisten Vertreter der Wehr hatten da allerdings schon wieder den Heimweg angetreten oder waren zu anderen Verpflichtungen aufgebrochen.

Unter der Oberfläche rumort es schon seit Jahren in den Reihen der Hemeraner Feuerwehr. Unmut über Mängel an Gebäuden und teilweise überalterten Fahrzeugen ist nicht neu. Vor dem Jahreswechsel aber war der Topf übergekocht: Der von der sogenannten "Hemer-Koalition", bestehend aus CDU, SPD und FDP, durchgedrückte Sperrvermerk im Haushaltsplan, durch den Investitionen an einen neuen Brandschutzbedarf gekoppelt werden, hatte die Feuerwehrleute in Aufruhr versetzt. Der Zorn entlud sich in einer Demonstration vor der Ratssitzung im Dezember, und in der Jahresdienstbesprechung nach Weihnachten.

Die Heftigkeit der Reaktionen auch in der öffentlichen Diskussion hat die Fraktionen der Hemer-Koalition überrascht und erschreckt, so dass jetzt der Versuch unternommen worden ist, die Wogen zu glätten und im Gespräch mit den Verantwortlichen der Feuerwehr Missverständnisse auszuräumen und Wege aufzuzeigen, wie Mängel möglichst schnell, aber auch sorgfältig abgebaut werden können. Auf Seiten der Politik nahmen die Fraktionsvorsitzenden Martin Gropengießer, Hans-Peter Klein und Arne Hermann Stopsack, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Fischer sowie die Ratsmitglieder Holm Diekenbrock und Diana Naujocks von der CDU teil, die Feuerwehr war durch deren Leiter Markus Heuel, seine beiden Stellvertreter Detlev Humbeck und Frank Weiland sowie die Führer die vier Löschzuge der Freiwilligen Feuerwehr vertreten.

Wille zu einer besseren und intensiveren Zusammenarbeit

Nach der gut anderthalbstündigen Aussprache hinter verschlossenen Türen im Geschäftszimmer der CDU im Rathaus bescheinigten sich beide Seiten im Gespräch mit der Heimatzeitung gegenseitig, Opfer von Informationsdefiziten geworden zu sein, unterstrichen allerdings auch den Willen zu künftig besserer und intensiverer Zusammenarbeit.

Die drei Fraktionen betonten nachdrücklich, dass ihnen eine moderne und leistungsfähige Feuerwehr am Herzen liege, räumten aber ein, sich in der Vergangenheit zu wenig in die tatsächlichen Abläufe eingeschaltet zu haben. Unstrittig ist inzwischen, dass in den zurückliegenden Jahren von der Politik bereits beschlossene Investitionen, beispielsweise der Kauf von Fahrzeugen, nicht ausgeführt worden sind. Warum dies so geschehen konnte, darüber soll die Verwaltung in einer der nächsten Sitzungen des Hauptausschusses Auskunft geben. Allerdings rühren diese Versäumnisse zumeist aus Zeiten, als noch nicht Bürgermeister Michael Heilmann und der jetzt zuständige Dezernent Klaus Erdmann Verantwortung trugen.

Apropos Hauptausschuss: Auf dessen Tagesordnung soll nach dem Willen von CDU, SPD und FDP zur jeder Sitzung der Tagesordnungspunkt "Bericht aus der Feuerwehr" stehen. Arne Hermann Stopsack (FDP): "Nur so können wir auf dem Laufenden bleiben." Zudem soll der Hauptausschuss nach und nach alle Gerätehäuser in der Stadt besuchen, um sich vor Ort ein konkretes Bild von Situation zu machen.

Investitionsplan aufstellen und nach und nach abarbeiten

Und dann soll endlich gehandelt werden, wo es notwendig ist: Insbesondere sollen in Abstimmung mit dem Brandschutzbedarfsplan, der zurzeit von einem externen Fachbüro erarbeitet und voraussichtlich im Sommer vorliegen soll, fünf Fahrzeuge angeschafft und die unzulänglichen Zustände in den Feuerwehrgerätehäusern Becke, Ihmert, Sundwig und Deilinghofen beseitigt werden. Martin Gropengießer (CDU): "Wir brauchen einen nachhaltigen Investitionsplan, der dann abgearbeitet wird." Allerdings könne letzteres nur in einem Zeitraum von mehreren Jahren möglich sein. Auf keinen Fall soll es aber erneut passieren, dass die Probleme aus den Augen verloren werden. Hans-Peter Klein (SPD): "Das passiert mir nicht noch einmal. Mein Kampfgeist ist jetzt geweckt."

Für die Feuerwehr bewerteten Markus Heuel und Detlev Humbeck den Verlauf des Gespräches mit den Politikern als konstruktiv, aber auch dringend erforderlich, denn die Stimmung in der Feuerwehr sei derzeit "angespannt", wie es Humbeck formulierte. Dabei stehe aber stehe aber nicht nur die Politik im Kreuzfeuer der Kritik, sondern auch die Leitung der Feuerwehr selbst, gaben Heuel und Humbeck unumwunden zu.

Die Zugführer werden in den nächsten Tagen und Wochen die Ergebnisse des Gespräches an die Löschgruppen weitergeben. Alle Beteiligten hoffen, dass dies ein erster Schritt zu einer dauerhaften Entspannung sein wird.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ-online)

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Ein Teil der Texte und Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung von der
Hemeraner-Online-Redaktion von          zur Verfügung gestellt, sowie von der Stadtspiegel Redaktion in Iserlohn.

   
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