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Aktuelles von der Hemeraner CDU

    


04. Dezember 2017

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und FDP im Rat der Stadt Hemer zum Haushalt 2018

An den
Bürgermeister der Stadt Hemer
Herrn Michael Heilmann

Sehr geehrter Herr Heilmann!

Der von Ihnen und der Kämmerei am 17.10.2017 in den Rat eingebrachte Haushaltsentwurf ist in den Fraktionen von CDU, SPD und FDP intensiv beraten worden. Dabei haben alle drei Fraktionen unabhängig voneinander, auch öffentlich, ihre Ergebnisse vorgestellt. In den bisherigen Ausschusssitzungen wurden die von der Verwaltung eingebrachten Haushaltsplanentwürfe konstruktiv beraten und begleitet.

Wir freuen uns, dass es Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelungen ist, einen Haushalt aufzustellen, der ohne Steuererhöhungen auskommt. Gleichwohl haben wir gemeinsam die Aufgabe, das nach wie vor vorhandene strukturelle Defizit deutlich zu senken und darauf zu achten, dass weiterem Abbau des Eigenkapitals Einhalt geboten wird. Zunehmend wichtiger wird das Zurückführen von Kassenkrediten – das Damoklesschwert "Zinswende" könnte sonst in Zukunft den Haushalt massiv belasten.

Nach intensiven Gesprächen und Informationen haben sich die drei Fraktionen untereinander abgestimmt, sind zu folgendem Ergebnis gekommen und beantragen hiermit folgende Punkte:

    1. Das Verfahren, dass grundsätzlich jede freiwerdende Stelle (ausgenommen davon werden Stellen im Kita-Bereich) erst dann wiederbesetzt werden kann, wenn seitens der Politik kein Widerspruch erhoben wird, wird weitergeführt.

    2. Insbesondere ist zu prüfen, ob bei dringend zu besetzenden freiwerdenden Stellen nicht Stelleninhaber von anderen Stellen versetzt werden können, so dass dort eine Einsparung erzielt werden kann.

    3. Die Inanspruchnahme von Altersteilzeit ist weiterhin nicht möglich.

    4.Die Verwaltung wird beauftragt, in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses darzustellen, wie der Umsetzungsstand (finanzielle Auswirkungen) der einzelnen Punkte des Haushaltsbegleitbeschlusses für 2017 (gem. gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und FDP vom 13.12. 2016) sowie 2016 ist.

    5. Das vom Bürgermeister angekündigte weitere Stadtfest wird nicht 2018 stattfinden. Vielmehr wird die Verwaltung erneut, wie bereits im Haushaltsbegleitbeschluss 2017 beschlossen, beauftragt, bis Mitte 2018 ein schlüssiges Konzept zu erstellen, mit welchem Ziel, wo und mit welchen Kosten von wem ein solches Stadtfest 2019 realisiert werden könnte. Dabei sind möglichst die Hemeraner Vereine, Verbände und die Unternehmerverbände zu beteiligen. Hierdurch entfallen 40 T€ geplantes Budget in 2018.

    6. Im (Kultur-) Haushalt für 2018 werden weitere 50 T€ eingestellt, die für erste Umsetzungsmaßnahmen aus dem in Arbeit befindlichen Konzept für die Attraktivitätssteigerung der Bücherei genutzt werden können. Die Maßnahmen werden nach Diskussion in der Arbeitsgruppe und anschließenden Vorlage im Fachausschuss beraten und von diesem beschlossen.

    7. Die geplanten Kosten für die Flüchtlingsaufnahme werden im Haushalt mit ca. 1.200 € je Flüchtling geplant. Vom Land werden allerdings lediglich 866 € je Flüchtling erstattet. Hieraus ergibt sich eine geplante Unterdeckung im Haushalt von ca. 720 T€. Die Verwaltung wird beauftragt, wirksame Sparvorschläge zu erarbeiten, die dieses Defizit deutlich reduzieren. Die Hälfte des Defizits (360 T€ aus dem Budget) wird mit einem Sperrvermerk belegt. Dieser wird bei Bedarf sukzessive aufgelöst, wenn dargelegt werden kann, dass eine Reduzierung des Mittelbedarfs nicht möglich ist.

    8. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Aufenthaltsmöglichkeit für Pausen an der Realschule zu planen (Pausenhalle).

    9. Des Weiteren bitten wir den mittelfristigen Raumbedarf an der Realschule zu ermitteln (2025). Sollte die Mittelfristplanung den Bedarf für ein Vier-Klassen-Haus zeigen, beauftragen wir die Verwaltung, als Ersatz für die Container, Kosten für den Bau einzuplanen. Hierzu sollten die Planungskosten für das Jahr 2019 und die Kosten für den Bau 2020 zur Verfügung stehen. Gleichzeitig beantragen wir die Sanierung der maroden Toilettenanlagen. Wenn möglich, sollen die Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz abgerufen werden.

    10. Für die Kindertageseinrichtung Stüps in Westig werden Mittel von bis zu 15 T€ aus dem bisherigen Kommunalinvestitionsförderungsgesetz als Beitrag für die Sanierung der Außenspielfläche in den Haushalt für 2018 eingestellt.

    11. Der Ansatz der Straßendeckensanierung wird von 200 T€ um 100 T€ auf 300 T€ erhöht, um die städtische Infrastruktur zu erhalten, Sonderabschreibungen zu verhindern und somit das Eigenkapital zu schützen. Diese Erhöhung ist auch für das Haushaltsjahr 2019 einzuplanen. Wenn möglich ist eine Verstetigung auf diesem Niveau auch in den darauffolgenden Jahren anzustreben.

    12. Der Waldlehrpfad in Niederhemer ist in einem desolaten Zustand. Daher wird die Verwaltung beauftragt, zu ermitteln, welcher Finanzaufwand für eine Wiederherstellung nötig ist. Hierbei soll die Verwaltung auch mögliche Sponsoren ansprechen. Bei der Umsetzung könnte z. B. das Grüne Klassenzimmer des Sauerlandparks mit eingebunden werden, um Wege aufzuzeigen, den Waldlehrpfad mit pädagogischen Inhalten neu zu beleben.

    13. Die Mittel für die Städtepartnerschaften sind auf 25 T€ zu erhöhen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die ehrenamtlichen Unterstützer hierdurch von persönlichen Kosten, z.B. für Gastgeschenke, befreit werden sollen.

    14. Für das Ordnungsamt (komm. Ordnungsdienst, KOD) beantragen wir zu überprüfen, ob die Personalausstattung zur Zielsetzung und Aufgabenstellung passt. Nach der Umsetzung des Abteilungsleiters bleiben qualifizierte Aufgaben offenbar unbearbeitet. Dies führt neben der Tatsache, dass mögliche Einnahmen aus Bußgeldern nicht eingefordert werden können, dazu, dass der Überwachungs- und Kontrollauftrag eventuell zu kurz kommt und damit die Abschreckungswirkung leidet. Eine Neubemessung der Personalkapazität (u.U. Auch eine Stellenmehrung) soll unmittelbar nach Vorliegen eines schlüssingen Konzeptes erfolgen.

    15. Für die Seniorenarbeit beantragen wir eine halbe zusätzliche Stelle für die Senioren – und Behindertenarbeit. Eine umfangreiche Begründung und ein möglicher Aufgabenkatalog wurde im Sozialausschuss übergeben.

    16. Für einen Ausbau des Spielplatzes in der Geitbecke muss ein angrenzendes Grundstück angekauft werden. Hierfür sind 150 T€ bereitzustellen.
Mit diesen Anträgen und Maßnahmen wollen die drei Fraktionen von CDU, SPD und FDP als "Hemer-Koalition" weiterhin Verantwortung für die Stadt Hemer übernehmen und die Entwicklung unseres Gemeinwesens vorantreiben. Und das mit Augenmaß und unter Anerkennung der schwierigen Gegebenheiten. Gemeinsam mit der Verwaltung wollen wir daran arbeiten, das strukturelle Defizit zu senken, den Erhalt des Eigenkapitals zu gewährleisten und den Bürgerinnen und Bürgern eine moderne, liebenswerte und leistungsfähige Kommune zu bieten.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Martin Gropengießer (CDU-Fraktion
gez. Hans-Peter Klein (SPD-Fraktion)
gez. Arne Hermann Stopsack (FDP-Fraktion)

24. November 2017

"Beratung des Haushaltsentwurfs hat diesmal Spaß gemacht"

CDU hat Etat unter die Lupe genommen. Mehr Geld für Straßenreparaturen und Hoffnung auf Einsparpotenzial bei Flüchtlingskosten

Nur sechs Stunden hat sich die CDU-Ratsfraktion am Samstag mit dem von der Verwaltung vorgelegten Haushaltsplanentwurf beschäftig – wenig Zeit gemessen an den Marathon-Sitzungen vergangener Jahre, als sich nicht nur die Christdemokraten auferlegt hatten, den Etat nach Einsparungsmöglichkeiten zu durchforsten, um Steuererhöhungen zu vermeiden. "Und die Beratung hat diesmal Spaß gemacht", räumt CDU-Chef Martin Gropengießer ein, als er zusammen mit seinem Stellvertreter Holm Diekenbrock die Ergebnisse der Klausurtagung erläuterte.

Zustimmung zur neuen Stellen in der Stadtverwaltung

Die Union könne mit dem Entwurf der Verwaltung im Großen und Ganzen nämlich gut leben, so Gropengießer, auch wenn es an der einen oder anderen Stellen noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe. Überaus zufrieden ist die CDU mit dem Personalmanagement im Rathaus, das seit der letzten Strukturreform in der Verantwortung des Ersten Beigeordneten Dr. Bernd Schulte liegt. Vor einem Jahr waren noch 22 neue Stellen gefordert worden, was den Haushalt in jedem Jahr mit zusätzlichen 900 000 Euro belastet hätte. "Dem konnten wir bei einem strukturellen Defizit von zwei bis drei Millionen nicht zustimmen", begründet Gropengießer die seinerzeit harte Haltung. Diesmal stelle sich die Situation jedoch anders dar. Wenn die Verwaltung jetzt 8,4 neue Stellen beantrage, werde die Union das mittragen, weil insgesamt die Zahl der Beschäftigten nicht steige, sondern formal sogar von 407,25 auf 406,12 Stellen sinke.

Auch die geplanten Maßnahmen zur Gesundheitsprävention finden den Beifall der CDU, weil sie die Chance bieten, den Krankenstand in der Verwaltung mittelfristig zu senken. Noch uneingeschränkter fällt das Lob für ein neues Ausbildungskonzept aus, das dafür sorgen soll, dass mehr qualifizierte junge Leute den Weg in die Stadtverwaltung finden. Und auch in den wenigen Fällen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Pflichten nicht im notwendigen Maßen erfüllen, unterstützt die CDU verschärfte Sanktionsmöglichkeiten gegen solche "schwarzen Schafe".

Obwohl auch die Christdemokraten das Integrationskonzept für Flüchtlinge, die jetzt zunehmend in Hemer ein Zuhause finden sollen, mittragen, schmerzt sie dennoch die zusätzliche finanzielle Belastung. Martin Gropengießer: "866 Euro bekommt die Stadt Hemer pro Monat für die Unterbringung und Integration eines Flüchtlings, die tatsächlichen Kosten werden aber mit 1200 Euro kalkuliert. Das bedeutet bei 150 Flüchtlingen, mit denen gerechnet wird, eine zusätzliche Ausgabe von 720.000 Euro im Jahr. Wir fordern die Verwaltung auf, zu prüfen, ob diese Mehrausgabe nicht gesenkt werden kann." Die CDU möchte deshalb die Hälfte dieser im Haushalt bereitgestellten Summe – also 360.000 Euro – mit einem Sperrvermerk versehen. Sollte sich aber herausstellen, dass eine Einsparung in diesem Bereich nicht möglich ist, könne der Sperrvermerk problemlos wieder aufgehoben werden.

50.000 Euro in einem ersten Schritt für die Bücherei

Insgesamt propagiert die CDU für den städtischen Etat den "Zweiklang von notwendigen Investitionen und gleichzeitiger Konsolidierung". Bei den Investitionen behält die Fraktion nicht zuletzt die Schulen im Blick, im kommenden Jahr vornehmlich die Realschule. Wie bereits berichtet plädiert sie für den Bau einer dringend notwendigen Pausenhalle, im Gegensatz zu anderen Schulen an der Urbecker Straße noch fehle. Planungskosten sollen bereits 2018 bereitgestellt werden, bezahlt werden soll die Pausenhalle inklusive der Sanierung der Toilettenanlage im Jahr 2019 aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes, aus dem Hemer allein für Schulen 1,4 Millionen Euro erhalten wird. Ein Jahr später soll an der Realschule zudem ein Gebäude mit vier Klassenräumen entstehen, das die derzeitigen Container ersetzt. Die CDU rechnet dafür über den Daumen mit Baukosten von 1,5 Millionen Euro.

Auch als Vorsitzender des Kulturausschusses drängt Holm Diekenbrock darauf, dass sich im kommenden Jahr die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Bücherei verbessern. Dafür wolle die CDU in einem ersten Schritt 50.000 Euro ausgeben, um Teile des Konzeptes umzusetzen, das die Büchereileiterin Gabriele Donath am kommenden Dienstag dem Ausschuss vorstellen wird. "Es wäre ein schlechtes Signal, wenn sich im kommenden Jahr nicht endlich etwa tut", sagt Diekenbrock.

Streichen möchte die CDU hingegen die 40.000 Euro, die für ein zweites Stadtfest neben den "Herbsttagen" im Etatentwurf auftauchen. Solange kein schlüssiges Konzept für eine solche Veranstaltung vorliege, halten die Christdemokraten diese Ausgabe für überflüssig.

Mehr Geld möchte die CDU hingegen für die Reparatur von Straßendecken ausgeben. Da würde sie gern den Ansatz von 200.000 Euro auf 300.000 erhöhen. Der Vorschlag war schon in der Sitzung des StUV am Dienstag auf Zustimmung auch anderer Fraktionen gestoßen.

Zuschuss für das Außengelände von Stüps

Beifall der Union findet die Bemühung des Fördervereins des Westiger Stüps-Kindergartens an der Uhlandstraße um die Finanzierung der neuen Außenanlage. Da schlägt die Fraktion vor, diese Maßnahme auch mit städtischem Geld zu unterstützen. Über die Höhe der Summe müsse man noch sprechen, es solle aber mehr als nur ein symbolischer Betrag sein, so Martin Gropengießer und Holm Diekenbrock. Die CDU will all diese Vorschläge vor der Verabschiedung des Haushaltes mit der SPD und FDP besprechen, um für deren Zustimmung zu werben. "Mit diesen beiden Fraktionen ist die Zusammenarbeit in den vergangen Monaten immer gut gewesen, und wir halten einen Konsens wieder für möglich", sagt Martin Gropengießer. Die Union sei aber nach wie vor nach allen Seiten offen. "Wir sprechen mit jedem, der das möchte."

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ Hemer)

16. November 2017

Schule muss ein Lern- und Lebensraum sein

Verwaltung bekommt den Auftrag zu prüfen, ob eine Pausenhalle an der Realschule machbar ist


Schulleiterin Anne Beck erläutert den Vertretern der CDU und dem technischen Beigeordneten Christian Schweitzer, warum die Realschule dringend eine Pausenhalle haben muss. Unter dieses Vordach könnte der Anbau hin.

Sie sitzen auf den Treppenstufen, wissen nicht wirklich wohin. Die 520 Schülerinnen und Schüler, die aktuell die Realschule besuchen, haben das Problem, dass sie keine Pausenhalle haben, wo sie sich bei schlechtem Wetter aufhalten können, wenn sie beispielsweise zu früh an der Schule sind oder Freistunden haben. Die CDU hat jetzt einen Antrag auf den Weg gebracht, damit die Verwaltung prüft, was der Bau einer Pausenhalle im Innenhof kostet. Die Planungskosten sollen in den Haushalt 2018 und die Bauinvestitionskosten in den Haushalt 2019 eingestellt werden.

Vor-Ort-Termin in derHans-Prinzhorn-Realschule

Am Dienstag war die CDU-Fraktion vor Ort und ließ sich die Situation von Schulleiterin Anne Beck und der Elternpflegschaftsvorsitzenden Angela San Jose erläutern. Die Elternvertreterin war es auch, die den Kontakt zur Politik herstellte und auf dieses großes Problem aufmerksam machte. "Das war so niemandem wirklich bewusst", sagte CDU-Vorsitzender Martin Gropengießer, der betonte, dass alle Schulen gleichberechtigt sein müssen, wenn es um Investitionen geht, "Schule bedeutet nicht nur zu lernen, sondern man muss sich auch wohlfühlen." Beim Ortstermin im Gebäude an der Urbecker Straße war auch Hemers technischer Beigeordneter Christian Schweitzer mit von der Partie, der seine Eindrücke mit in die Verwaltung nimmt. "Wir bekommen jetzt den Auftrag und handeln danach", sagte er. Aus der Schule kam die Idee, die Pausenhalle unter dem Vordach auf dem Schulhof zu bauen. In diesem Rahmen sollten auch die sanitären Anlagen in diesem Bereich erneuert werden, ist der Wunsch der Schulleitung.

Passt eine Pausenhalle unter das Vordach des Innenhofs?

Ob sich eine Pausenhalle tatsächlich an dieser Stelle realisieren lässt wird jetzt geprüft. Fraglich ist es, ob der Platz ausreichend ist oder ob noch ein paar Meter in den Schulhof hineingebaut werden muss, was die anfallenden Kosten erheblich erhöhen würde. "Da Investitionen im schulischen Bereich auch durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz abgedeckt werden können, wäre auch hier eine solide finanzielle Förderung möglich", heißt es im Antrag der Christdemokraten. Die Hans-Prinzhorn-Realschule sei ein wichtiger Bestandteil in der vielfältigen Schullandschaft, und der Mangel müsse dringend behoben werden, um die Schule als Lern -und Lebensraum für die Hemeraner Schülerschaft auch zukünftig weiter zu entwickeln. "Für uns ist die nachhaltige Weiterentwicklung der städtische Schullandschaft für bestmögliche Zukunftsperspektiven der Kinder und Jugendlichen unabdingbar", so die CDU.

Quelle: Bild und Text von Carmen Ahlers (IKZ Hemer)

26. Oktober 2017

Eishockey als wichtiger Imageträger

Kulturausschuss berät am 7. November das Konzept für das Eishockeymuseum im Sauerlandpark. CDU besichtigt die vielen Exponate und sagt Unterstützung zu


Die CDU besichtige das Lager des künftigen Eishockeymuseums: (v.li. Rainer Tüttelmann, Holm Diekenbrock, Jörg Schauhoff, MdL Marco Voge und Martin Gropengießer

Die Einrichtung eines Eishockeymuseums in Hemer ist von Anfang an von der heimischen CDU unterstützt worden. Jetzt haben sich der Fraktionsvorsitzende Martin Gropengießer, der Kulturausschussvorsitzende Holm Diekenbrock und der Landtagsabgeordnete Marco Voge von den Projektinitiatoren Rainer Tüttelmann und Jörg Schauhoff über den Stand der Planungen informieren lassen.

Der Plan eines Eishockeymuseums in Hemer geht unter anderem auf eine Initiative der Christdemokraten zurück, die nach der Schließung des Deutschen Eishockeymuseums in Augsburg im Mai 2012 den Prüfantrag stellten, ob der Sauerlandpark ein geeigneter Standort dafür sei. Daraus wurde bekanntlich nichts, so dass dann vor allem auf die Initiative von Engelbert Himrich und Georg Verfuß der Gedanke vorangetrieben wurde, vor Ort ein Museum für die Iserlohn Roosters zu verwirklichen, deren Wurzeln in Hemer liegen.

Sauerland-Eishockey in Deilinghofen geboren

"In Deilinghofen wurde das sauerländische Eishockey geboren, als eine Gruppe von Jugendlichen mit tatkräftiger Unterstützung ihres Volksschullehrers Hanskarl Franke Ende der 1950er Jahre den EC Deilinghofen gründete und die ersten Spiele auf der Eisfläche des kanadischen Camps durchführte. Heute ist der Nachfolgeverein seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Eishockeyliga und vertritt unsere Region in ganz Deutschland. Damit ist der Eishockeysport auch für unsere Stadt ein wichtiger Imageträger", sagt Martin Gropengießer und begründet so das Engagement der Christdemokraten für das Projekt. Die CDU-Fraktion werde auch weiterhin das Museumsprojekt positiv begleiten und da unterstützen, wo Hilfe benötigt werde, so Gropengießer.

Sowohl der Kulturausschuss als auch der Rat haben im vergangenen Jahr grünes Licht zur Umsetzung des Museumsplans gegeben. Im Keller eines der ehemaligen Kasernengebäude des Sauerlandparkes werden bereits seit längerer Zeit Ausstellungsstücke für das künftige Museum gesammelt. Insgesamt 570 mögliche Exponate können Rainer Tüttelmann und Jörg Schauhoff bereits jetzt vorweisen, was die Auswahl für die Dauerausstellung sicherlich nicht leicht machen wird. Neben zahlreichen Trikots, Schlittschuhen, Schlägern und weiteren Ausrüstungsgegenständen weist die Sammlung auch wichtige Dokumente der Vereinsgeschichte auf, wie die Gründungsunterlagen oder Ankündigungsplakate besonderer Spiele. Daneben gibt es auch aussagekräftige Exponate der Fankultur, bei denen die obligatorischen Schals nicht fehlen dürfen. "Das Eishockeymuseum wird sich hervorragend in das Gebäude am Nelkenweg eingliedern und ist neben dem Traditionsraum der Bundeswehr und dem Stalag-Gedenkraum ein weiterer wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur", stellt Holm Diekenbrock fest.

Auch Marco Voge war beeindruckt von der Sammlung und erinnerte sich als Eishockeyfan an viele Momente der Vereinsgeschichte der Roosters. "Ich habe selbst viele Spiele in der Eissporthalle am Seilersee gesehen und freue mich auf das Eishockeymuseums", betont der Landtagsabgeordnete.

Eröffnung schon im kommenden Jahr?

Am 7. November wird im Kulturausschuss das Museumskonzept vorgestellt und beraten, eine Eröffnung des Museums könnte schon im kommenden Jahr stattfinden. Alle Beteiligten waren sich einig in der Einschätzung, das Eishockeymuseum stelle einen Gewinn für Hemer und die ganze Region dar. Ihr Dank gilt dabei schon jetzt den großzügigen privaten Spendern, ohne die eine solches Projekt nicht zu verwirklichen ist.

Quelle: Bild von Mdl Marco Voge und Text, veröffentlicht im IKZ Hemer

18. Oktober 2017

Fördermöglichkeiten für das Hademarebad ?

CDU-Gespräch mit dem Staatssekretär im Düsseldorfer Ministerium für Bauen und Kommunales


Kamen im Düsseldorfer Ministerium zu einem informativen Gespräch zusammen (v.li.) Martin Gropengießer, Marcvo Voge, Dr. Jan Heinisch und Wolfgang Römer.

Zu einem Gespräch mit dem Staatssekretär Dr. Jan Heinisch und dem Landtagsabgeordneten Marco Voge haben sich der Vorsitzende der Hemeraner CDU Martin Gropengießer und dessen Stellvertreter Wolfgang Römer im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung getroffen. Zentrales Thema war die mit dem Regierungswechsel verbundene Neuausrichtung der Kommunalförderung. "Mit einer Erhöhung des Gesamtvolumens des Gemeindefinanzierungsgesetzes 2018 verschaffen wir den Kommunen und damit auch Hemer finanzielle Spielräume", wird Marco Voge in einer Pressemitteilung der CDU zitiert.

Information überpolitische Neuerungen

Neben der allgemeinen Diskussion zur Kommunalfinanzierung ging es natürlich auch um die damit verbundenen Auswirkungen auf die Hemeraner Stadtentwicklung. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Planungen zum Hallenbad habe ein großes Bedürfnis seitens der politischen Entscheidungsträger bestanden, sich über politische Neuerungen zu informieren. Schließlich gibt es bei den zur Debatte stehenden Varianten für das Hallenbad – Abriss und Neubau an gleicher Stelle, Kernsanierung, Neubau auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände und Kombi-Bad am Damm – akuten Planungs- und Entscheidungsbedarf. Dabei stehe für die Hemeraner Christdemokraten fest, dass die Zukunft des Hallenbades ein übergeordnet wichtiges Ziel darstellt. "Für uns ist die Zukunft des Schwimmens in Hemer ein ganz dringendes Anliegen. Hier müssen wir die Interessen der Bürger, Vereine und Schulen ernst nehmen", erläutert Martin Gropengießer die Position der CDU-Hemer.

Im Gespräch mit dem Staatssekretär ging es auch darum, mögliche Förderungen für das Schwimmbadprojekt auszuloten. Dazu konnten zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keine konkreten Angaben gemacht werden, weshalb es jetzt an den zuständigen Stellen ist, entsprechende Prüfungen vorzunehmen. Auch das Thema der Energieeffizienz steht bei den aktuellen Planungen auf der Agenda. "Für uns steht der Aspekt der Nachhaltigkeit weit oben auf der Prioritätenliste. Es gilt insbesondere, die energetischen Zusammenhänge im Hinblick auf die Implementierung eines Blockheizkraftwerks genau im Auge zu behalten", meint Wolfgang Römer.

Gemeinsam mit allen Beteiligten will die CDU weiter für die Zukunft des Hademarebades am Ball bleiben und nach kreativen Ideen suchen. "Wir müssen gemeinsam für eine sinnvolle Lösung kämpfen", sind sich die Hemeraner Christdemokraten einig.

Quelle: Bild und Text von MdL Marco Voge(veröffentlicht im IKZ Hemer)

17. Oktober 2017

Junge Union strebt mit frischen Kräften selbstgesteckte Ziele an

Neues Team um den alten Vorsitzenden Tobias Kähler gewählt. Wichtigste Aufgabe ist die Motivation junger Wähler


Der neue JU-Vorstand und seine Gäste (b.li.) Timothy Kahler, Isabell Fiolka, Christian Krause, Tobias Kähler, Michelle Becker, Wolfgang Römer und Oliver Kosubek

Mit vielen neuen Gesichtern präsentierte sich am Freitag der neue Vorstand der Jungen Union Hemer. Lediglich der Vorsitzende Tobias Kähler wurde für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt, alle anderen Vorstandsmitglieder standen aus beruflichen und zeitlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl.

Tobias Kähler dankte seinen bisherigen Mitstreitern Lena Sablowski, Kathrin Niebuhr, Tom Susewind und Peter Jäger mit einem Präsent für ihr Engagement in der Vergangenheit . Als seine neue Stellvertreterin konnte Kähler Isabell Fiolka beglückwünschen. Neue Geschäftsführerin wurde Michelle Becker und zum neuen Schatzmeister wurde in Abwesenheit Christian Kissmer gewählt. Die neun Stimmberechtigten sprachen sich zudem für Christian Krause und Oliver Kosubek als Beisitzer aus. Als Kassenprüferinnen stehen Katrin Diekenbrock und Lena Sablowski zur Verfügung.

Unter den 20 erschienenen Christdemokraten waren in der Gaststätte "Ess-pri" in Deilinghofen auch Vertreter der JU-Verbände aus Balve und Menden, man schätzt schließlich die gute Zusammenarbeit. Auch der Kreisvorsitzende Timothy Kahler aus Lüdenscheid fehlte nicht. In seinem Grußwort appellierte er die heimische JU, weiter junge Wähler zu motivieren und für die eigenen Reihen zu gewinnen. Entschuldigen ließ sich bei der Versammlung der Ehrenvorsitzende Hermann-Josef Geismann. Anstelle seiner übernahm der stellv. CDU-Vorsitzende Wolfgang Römer die Versammlungsleitung bis zur Wiederwahl Tobias Kählers. Diesem oblag schließlich das Schlusswort der Versammlung. Dabei gab er einen kleinen Ausblick auf künftige Aufgaben, die er gemeinsam mit den neuen Vorstandsmitgliedern anpacken möchte. An den regelmäßigen Stammtischen und gemeinsamen Aktivitäten soll festgehalten werden, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Aber nicht nur in den eigenen Reihen will man getreu dem CDU-Motto "Hemer gemeinsam gestalten" etwas bewegen. So hofft Kähler, dass man zusammen mit den benachbarten JU-Stadtverbänden im Nordkreis etwas auf die Beine stellen kann.

Quelle: Bild und Text von Annabell Jatzke (IKZ-Redaktion, veröffentlicht im IKZ Hemer)

09. September 2017

Chance für Straßensanierung nutzen

Millionen für marode Landesstraßen und den Breitbandausbau eröffnen neue Möglichkeiten im Ihmerter Tal. CDU drängt auf ein Gesamtkonzept für Ausbau


MdB Christel Voßbeck-Kayser (2.v.re.) und MdL Marco Voge (1.v.re.) im Gespräch mit den Unternehmern

Die marode Landesstraße zwischen Westig und Ihmert bleibt ein Dauerärgernis, auch wenn ein erstes außerörtliches Teilstück saniert worden ist und der Ausbau der Westendorfstraße noch in diesem Jahr begonnen werden soll. Der Kreuzungsausbau ist für 2018 geplant, wann weitere Straßenstücke saniert werden, ist ungewiss. Unternehmer aus dem Ihmerter Tal wollen weiter Druck machen, damit die Hauptverkehrsader möglichst schnell saniert wird. Und sie sehen neue Finanzierungschancen.

Geschäftsführer Robin Lötters hatte Unternehmer aus Bredenbruch und Ihmert eingeladen, um zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Marco Voge (CDU) und der Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser über den weiteren Fortschritt des Straßenausbaus zu diskutieren.

Schon vor zwei Jahren hatten Treffen bei den Firmen Team Hell und Schulte und Ernst Koch den entscheidenden Stein ins Rollen gebracht. So haben die damaligen Treffen auch dazu beigetragen, dass die L888 bereits erneuert worden ist und die Planungen für die Innerortsdurchfahrten in Ihmert laufen. Bei letzterem Vorhaben unterstützt die Stadt Hemer mit eigenen Ressourcen, da Hauptknackpunkt damals wie heute die Anzahl der beim Land zur Verfügung stehenden Planer ist.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit Straßen.NRW war damals ein grober Zeitplan für weitere Ausbauten in Richtung Hemer-Westig aufgezeigt worden. In der Zwischenzeit wurde eine neue Landesregierung gewählt. Die Unternehmer Krischan Albert, Jochen Koch, Ingolf Hell und Robin Lötters fordern nun: Es muss weitergehen und Ihmert darf keine Insel bleiben.Der Ausbau der Landesstraßen müsse als Gesamtkonzept durchgezogen werden!

Planungsleistung bleibt der Knackpunkt

Nun scheinen aktuell zwei große Gelegenheiten zusammen zu treffen: Laut Marco Voge stehen aktuell 120 Millionen Euro (im alten Haushalt 80 Millionen) im Landeshaushalt für die Sanierung maroder Landesstraßen zur Verfügung. Darüber hinaus hat der Märkische Kreis Fördergelder vom Bund und Land für den Breitbandausbau zugesprochen bekommen. Die TKG verwaltet als 100-prozentige Tochter der Kreise die Verwendung dieser Mittel, die auch Bredenbruch und Ihmert zu Gute kommen sollen. "Jetzt ist die Gelegenheit groß, dass beide Projekte zügig angegangen werden und noch viel wichtiger, dass die Straßen nicht zweimal aufgerissen werden", fordern die Ihmerter Unternehmer.

Knackpunkt bleibe laut CDU-Mitteilung die Planungsleistung. Hier gebe es laut Marco Voge allerdings wie im Fall Ihmert die Möglichkeit, dass die Kommune die Planung für das Land übernimmt und anschließend dafür entschädigt wird. Allerdings habe auch Hemer nur begrenzte Ressourcen.

Die CDU-Ratsvertreter Jochen Koch und Robin Lötters haben beantragt, dass die Stadtverwaltung die Straßensanierung mit Straßen. NRW aktiv vorantreibt und beschleunigt.

Quelle: Bild (Privat) und Text von Ralf Engel (IKZ-Redaktion, veröffentlicht im IKZ Hemer)

23. August 2017

Eier und Kartoffeln gerne aus dem Umkreis von zehn Kilometern

CDU diskutiert mit Frank Grebenstein die Situation des Einzelhandels


MdB Christel Voßbeck-Kayser besuchte zusammen mit den Gliederungen der CDU den Edeka-Markt von Frank Grebenstein (4.v.re).

Nichts verschwenden, möglichst viel weiterreichen" – dies ist das Credo von Frank Grebenstein, Inhaber des Edeka-Marktes am Hademareplatz. Nachhaltigkeit und regionales Bewusstsein wird in seinem 50 Mitarbeiter zählenden Markt groß geschrieben. Auf 4000 Quadratmetern werden rund 40.000 Produkte angeboten.

So viel wie möglich stammt dabei von regionalen Lieferanten. Darauf Wert zu legen, hat sich auch in den jüngsten Enthüllungen um belastete Eier aus den Niederlanden gezeigt. Durch den Bezug regionaler Eier aus dem Märkischen Kreis konnten die Kunden im Markt auf unbelastete Eier vertrauen.

Um sich über den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln, aber auch die Situation als Einzelhändler in Bezug auf Ausbildung und Beschäftigung auszutauschen, hatte Frank Grebenstein die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser gemeinsam mit Vertretern der CDU Hemer, sowie der Senioren Union, der Mittelstandsvereinigung Hemer und der Frauen Union eingeladen.

"Dem Grundkonzept regionaler Produkte fühlen wir uns bereits über den Mutterkonzern Edeka verbunden. Hier wird vieles aus NRW und der näheren Umgebung bezogen", erklärt Frank Grebenstein, der als selbstständiger Unternehmer insbesondere bei Eiern und Kartoffeln auf den Bezug von Höfen im Umkreis von 10 Kilometern setzt.

Für Christel Voßbeck-Kayser ist dies ein starkes Signal für Qualität und Vertrauen von Kunden. "Jedes achte Lebensmittel wird in Deutschland weggeworfen. Das sind zwei volle Einkaufswagen im Wert von 235 Euro, die jeder Deutsche pro Jahr entsorgt. Hier müssen wir alle auf mehr Bewusstsein und Nachhaltigkeit achten", waren sich Abgeordnete und CDU-Vertreter einig. Frank Grebenstein unterstützt mit der Weitergabe von Lebensmitteln Organisationen wie die Caritasche.

Die Ausbildungssituation, die Grebenstein für einzelne Azubis teilweise als schwierig ansah, konnte Christel Voßbeck-Kayser mit einem Hinweis aus der Bundespolitik unterstützen: "Durch die in dieser Wahlperiode verabschiedete Assistierte Ausbildung ermöglichen wir es jungen Auszubildenden mit Problemen im schulischen Bereich, Hilfestellungen zu erhalten."

Quelle: Bild und Text (Privat, veröffentlicht im IKZ Hemer)

21. August 2017

Senioren Union erkundet Bad Arolsen

Senioren Union: Tagesfahrt


Die Seniorenunion erkundete bad Arolsen

Die Seniorenunion informierte sich in der Pumpstation über die Wassergewinnung in Deilinghofen.

Bad Arolsen war das Ziel der Tagesfahrt der Senioren-Union Hemer. Erster Anlaufpunkt war ein Besuch auf dem Arolser Kram- und Viehmarkt: Das größte Volksfest Nordhessens. Anschließend besuchte die Gruppe die Innenstadt oder nahm an einer Führung im "Residenzschloss Arolsen" teil. Mit dem Bus ging es weiter zum Twistesee, einer Talsperre mit großen Freizeitangebot. Dort, im "Café im Wasser" mit herrlichem Panoramablick, ließ man bei Kaffee und Waffeln den warmen Sommertag ausklingen.

Quelle: Bild und Text (Privat, veröffentlicht im IKZ Hemer)

02. August 2017

Eines der kleinsten und modernsten Wasserwerke

Senioren Union: Trinkwasser


Die Seniorenunion besichtigte das Wasserwerk in Deilinghofen

Die Seniorenunion informierte sich in der Pumpstation über die Wassergewinnung in Deilinghofen.

Woher kommt das Deilinghofer Wasser? Dieser Frage ging die Seniorenunion nach und besichtigte eines der kleinsten und modernsten Wasserwerke im Märkischen Kreis. 1889 brachte die Sorge um ausreichend Trinkwasser 20 Deilinghofer zusammen, um gemeinsam die erste Wasserleitung zu bauen. Im Dürre-Sommer 1949 kam es zur Gründung des Wasserbeschaffungsverbandes Deilinghofen.

Unter der fachkundigen Führung von Klaus Bartmann, bis vor zwei Jahren noch Vorsitzender des Verbandes, besichtigten die Teilnehmer die Gebäude am Balver Weg. Bartmann berichtete von den Anfängen, über die letzten Kriegstage, die spektakulären Bohrungen zur Wassergewinnung, bis hin zu den heutigen Anlagen, ausgestattet mit modernster Technik. 26 Kilometer Leitungen versorgen die mittlerweile 893 Gebäude.

Quelle: Bild und Text (Privat, veröffentlicht im IKZ Hemer

07. Juli 2017

Fragen zum Tagesordnungspunkt "Altes Amtshaus"

Gemeinsamer Antrag von CDU, SPD und FPD Hemer

An den
Bürgermeister der Stadt Hemer
Herrn Michael Heilmann


Sehr geehrter Herr Heilmann!

Die o. g. Fraktionen stellen folgenden Antrag:

Die o. g. Fraktionen beantragen eine Sondersitzung des Rates der Stadt Hemer am 8. August mit dem einzigen Tagesordnungspunkt "Altes Amtshaus". Dazu soll eine Vorlage gefertigt werden, in der die im Haupt- und Finanzausschuss aufgetretenen Fragen beantwortet werden, um eine belastbare Grundlage für eine Grundsatzentscheidung zu haben.

    - Wie ist die gesamte Projektplanung in zeitlicher und finanzieller Hinsicht?
    - Wie sind die Fristen der Förderung?
    - Wie ist das konkrete Nutzungskonzept?
    - Welche Folgekosten des Konzeptes entstehen, vor allem im Personalbereich?
    - Wie stellt sich die Nutzung des Gebäudes 2018/2019 konkret dar?
    - Wie wird das Projekt in ein kommunales Raumkonzept integriert?
    - Wie sind die Auswirkungen auf die städtische Bilanz, insbes. das Eigenkapital?
Begründung:

Bereits im Februar 2016 hatte sich die Stadt Hemer um eine Förderung des Landes NRW beworben und am 18.03.2016 die Zusage für das Projekt "Umbau des Alten Amtshauses zum Integrations- und Begegnungszentrum" erhalten. Da den o. g. Fraktionen das Projekt noch nicht konkret genug war, wurde ein Sperrvermerk angebracht.

Die jetzt zur Diskussion stehende Vorlage stellt nach unserer Meinung noch keine hinreichende Entscheidungsgrundlage für eine verantwortungsvolle Abwägung der Chancen und Risiken dar. Der Haupt- und Finanzausschuss vom vergangenen Dienstag hat quer durch alle Fraktionen gezeigt, dass es noch erheblichen Informationsbedarf der Politik gibt.

Da wir uns der Eilbedürftigkeit bewusst sind und durchaus ein ernsthaftes Interesse an einer Realisierung haben, schieben wir die Entscheidung keinesfalls auf die lange Bank, sondern beantragen einen deutlich früheren Termin als es noch in der Haupt- und Finanzausschusssitzung von allen Beteiligten beabsichtigt war. Dort soll dann die Grundsatzentscheidung fallen, damit die Verwaltung weiterarbeiten kann.

gez. Martin Gropengießer (CDU-Fraktion)
gez. Hans-Peter Klein (SPD-Fraktion)
gez. Arne Hermann Stopsack (FDP-Fraktion)

28. Juni 2017

Querverbund Hallenbad mit Stadtwerken

Hademarebad: Neuer Vorschlag der CDU

Die CDU-Ratsfraktion legt in ihrem Bemühen, eine politische Weichenstellung für die Zukunft des Hallenbades möglichst bald herbeizuführen, noch einmal nach. Wie berichtet, favorisieren die Christdemokraten den Erhalt und die Grundsanierung des Hademarebades und haben darin auch schon Einvernehmen mit den Vorständen der heimischen Schwimmvereine erzielt.

In einem neuerlichen Antrag schlägt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Römer nun vor, einen "steuerlichen Querverbund zwischen dem Betrieb gewerblicher Art (BgA) Hallenbad und dem BgA Stromversorger Stadtwerke zu prüfen".

Römer begründet den Antrag damit, dass aus Sicht der CDU mit einer Grundsatzentscheidung über die Sanierung des Hallenbades eine nachhaltig energetische Versorgung des Bades sichergestellt werden muss und steuerliche Vorteile genutzt werden sollten. Konkret heißt das: Die CDU regt den Bau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) zur künftigen Energieversorgung des Hallenbades an. Ziel sei es neben der effektiven Energieversorgung, dem Betrieb Hallenbad und den Stadtwerken durch die Zwischenschaltung des Blockheizkraftwerkes die Ergebnisrechnung zu erleichtern.

Das Blockheizkraftwerk könnte nach Meinung der CDU auf einem Teil der Parkplätze zur Hauptstraße entstehen. Alternative wäre ein mobiles BHKW.

Quelle: Reinhard Köster(IKZ Hemer)

14. Juni 2017

Vereine unterstützen Plan der CDU

Plädoyer für Sanierung des Hallenbades unter Beibehaltung des Sportbad-Charakters


Die CDU diskutierte mit Vorständen der Schwimmvereine über die Zukunft des Hademarebads (v.l.) Martin Gropengießer, Matthias Meyer, Paul Stehle, Raimund Schaaf, Diana Naujocks, Wolfgang Römer Sowie Holm Diekenbrock

Bereits vor einigen Wochen hatte die CDU-Fraktion sich dafür stark gemacht, in diesem Jahr – am besten noch vor der Sommerpause – die Weichen für die Zukunft des Hallenbades zu stellen. Vor allem soll die grundsätzliche Frage entschieden werden, ob das bestehende Hademarebad erhalten und von Grund auf saniert und modernisiert wird, oder doch ein Neubau eine denkbare Lösung darstellt. Wobei eine Sanierung von Anfang an bei den Christdemokraten größere Sympathien genoss. Und diese Einstellung hat sich auch nicht geändert, nachdem die Fraktionsspitze am Freitag mit Vertretern des Schwimmvereins und des "Fördervereins Schwimmen in Hemer" das Thema ausgiebig erörtert hat.

Wichtigstes Fazit des Gespräches: Der Schwimmvereins-Vorsitzende Raimund Schaaf sowie der für Finanzen zuständige Vorsitzende und der geschäftsführende Vorsitzende des Fördervereins, Matthias Meyer und Paul Stehle, würden ebenfalls den Erhalt des Hademarebades begrüßen. Allerdings nur unter einigen aus Sicht der Vereine existenziell wichtigen Voraussetzungen. Paul Stehle: "Die Wasserfläche insgesamt darf nicht kleiner werden." Mit anderen Worten, aus dem Sportbad darf kein Spaßbad werden, das für Training und Wettkämpfe untauglich ist. Vor allem die Trennung in drei Becken für Schwimmer, Nichtschwimmer und Springer sei für die Schwimmsportler Gold wert, betonte Stehle.

Mitgliederverlust droht bei unnötig langer Schließung

Zudem haben die drei Vereinsvertreter im Gespräch mit CDU-Chef Martin Gropengießer sowie Diana Naujocks, Wolfgang Römer und Holm Diekenbrock zu bedenken gegeben, dass die mit einem Umbau unvermeidbare Zeit der Schließung nicht über Gebühr lang sein solle. Es gebe Erfahrungswerte, erläuterte Raimund Schaaf, wonach die Mitgliederzahl von Schwimmvereinen während der Sanierungen der von ihnen genutzten Bäder um bis zu 50 Prozent geschrumpft sei. "Schon jetzt verlieren wir in jedem Sommer, wenn das Hallenbad geschlossen ist, im Schnitt etwa 40 Kinder", so der Vorsitzende des Schwimmvereins, der aktuell etwa 270 Mitglieder zählt.

Wichtig wäre es schließlich noch, dass die Vereine ihre jeweils eigenen Räume in der ehemaligen Wohnung des Schwimmmeisters weiterhin nutzen können. Eine Neugestaltung und Neuorganisation des Umkleide- und Sanitärbereichs – auch mit dem Ziel das Bad familienfreundlicher zu machen – würden die Vereine durchaus begrüßen, so der gemeinsame Tenor.

Ein Antrag der CDU-Fraktion, das Thema Hallenbad in den Fachausschüssen zu beraten, liegt inzwischen im Rathaus vor. Martin Gropengießer hofft nun, dass es möglichst bald auf den Tagesordnungen auftaucht. Gropengießer: "Es ist wichtig, dass wir vorankommen." Insbesondere soll ausgelotet werden, welche Fördermöglichkeiten es überhaupt gibt und wann sie genutzt werden können. In den Jahren der Haushaltssicherung habe es praktisch keine Chance gegeben, das Hallenbad zu renovieren. Jetzt verfüge die Stadt aber wieder über finanzielle Handlungsspielräume und diese gelte es schnell zu nutzen. Die Christdemokraten hoffen, dass auch die anderen Ratsfraktionen einmütig mitziehen werden, wenn ein wirtschaftlich machbares und zukunftsfestes Lösungsmodell erarbeitet worden ist.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster(IKZ Hemer)

12. Mai 2017

Jens Spahn zu Gast in der Lungenklinik

Staatssekretär hatte eine Menge Fragen


Von links: Wolfgang Römer, Torsten Schulte, Jens Spahn, Christel Voßbeck-Kayser, Marco Voge und Martin Gropengießer

Mit Jens Spahn hat noch ein weitere prominenter Politiker im Rahmen des Wahlkampfes seine Visitenkarte in Hemer abgegeben. Der parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium hat sich über Jahre auch als Experte für Gesundheitspolitik profiliert und besuchte folglich am Samstag in Begleitung des CDU-Landtagskandidaten Marco Voge, der Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser sowie Martin Gropengießer und Wolfgang Römer als Vertreter der heimischen Christdemokraten die Lungenklinik. Eine gute Stunde lang ließen sich vor allem die auswärtigen Gäste über die Klinik und deren Angebote vom Verwaltungsdirektor Torsten Schulte informieren, wobei Jens Spahn reichlich Fragen an den Gastgeber hatte. So vernahm er mit Freude, dass die Lungenklinik als Einrichtung in einer eher kleinen Stadt keine Probleme bei der Rekrutierung von medizinischem Personal hat.

Kritik an zu geringen Investitionszuschüssen

Welche Forderungen an die Gesundheitspolitik er habe, wollte Jens Spahn von Torsten Schulte wissen. Der Verwaltungsdirektor nannte unter anderem bessere Rahmenbedingungen bei der Kombination von stationären und ambulanten Leistungen. Derzeit leiden nicht zuletzt die Patienten unter Konflikten zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten, so Schulte. Er bemängelte auch, dass die Zuteilung von Geld für Investitionen durch die Länder nicht ausreichend seien, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. So müssten die Kliniken vielfach Geld aus anderen Einnahmequellen zuschießen, dass eigentlich für die Behandlung und Versorgung der Patienten bestimmt sei.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster(IKZ Hemer)

08. Mai 2017

Die Unterschriftenlisten für Abitur nach neun Jahren werden länger

Initiative "G9 jetzt in NRW" spürt auch in Hemer viel Rückenwind


Treten für G9 ein: (v.l.) Renate Tuschoff, Marcel Büttner, Holm Diekenbrock Gregor Schmitz, Ruth Zumbroich und Dr. Anne-Babett Woelke-Westhoff. CDU Mitglieder unterzeichneten im Rathaus für das Volksbegehren.

Die Unterstützung für eine Rückkehr zum Abitur in neun Jahren ist ungebrochen und geht quer durch die Parteien. Über weitere 300 Unterschriften konnten die Hemeraner G9-Initiatoren jetzt im Rathaus übergeben. Viele Bürger haben sich auch in die amtlichen Listen im Rathaus eingetragen. Zu ihnen gehörten nicht nur Michael Heilmann, sondern auch der pensionierte Schulleiter des Stenner-Gymnasiums Heinz-Dieter Klusmann oder der aktuelle Schulleiter des Woeste-Gymnasiums, Prof. Dr. Jörg Trelenberg. Mit Holm Diekenbrock, Renate Tuschhoff, Dr. Michael Rübsam und Marcel Büttner unterschrieben jetzt auch weitere CDU-Mitglieder. Sie sprachen sich auch für eine einheitliche Lösung für das ganze Land und damit gegen eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 aus.

Bis zum 7. Juni liegen die Eintragungslisten in Hemer zu folgenden Zeiten im Rathaus aus: montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Eine weitere Sonntagsöffnung für die Stimmabgabe gibt es am 28. Mai von 8 bis 12 Uhr im Rathaus.

Parallel dazu läuft gleichwertig die freie Unterschriftensammlung mit Hilfe der Unterschriften-Listen für je drei Unterzeichnende. Die ausgefüllten Listen sollten in der Stadtbücherei, dem Buchladen, Schuhhaus Stehmann, Elektro Hennecke oder Blumenkorb oder bei den Koordinatoren abgegeben werden, damit diese dann die Bestätigung bei den Ämtern einholen und die Listen weiterleiten können.

"Wir haben eine optimale Unterstützung in Hemer gefunden", ist Gregor Schmitz dankbar für die Unterschriften.

Quelle: Bild und Text von Ralf Engel(IKZ Hemer)

06. Mai 2017

Plädoyer für höhere Einkommen und speziell geplante Häuser

Pflege-Beauftragter Karl-Josef Laumann besucht auf Wahlkampfreise auch das Seniorenheim Villa Brökelmann


Karl-Josef Laumann (M.) beim Rundgang durch die Villa Brökelmann, deren Geschichte von Philipp Roggel (r.) und Daniel Schwaer (L.) erläutert wurde. Die heimische CDU war durch Philipp Röster, Jörg Schulz und Landtagskandidat Marco Voge vertreten.

"Das ist ja mal ein ganz anderes Ambiente hier!" Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für Patienten und Pflege, hat schon viele Altenheime von innen gesehen. Am Donnerstag fiel ihm deshalb die außergewöhnliche Ausstrahlung der Villa Brökelmann sofort ins Auge, der er zusammen mit dem CDU-Landtagskandidaten Marco Voge einen Besuch abstattete. Nicht nur in den Geschäftsführern des privaten Seniorenheims, Philipp Roggel und Daniel Schwaer, stieß Laumann auf zwei kompetente Gesprächspartner. Auch Gudrun Gille und Horst Riedel vom Netzwerk Demenz nahmen an Rundgang und Gesprächsrunde teil, ebenso die Leiterin des Von-der-Becke Altenheims, Gudrun Chrzanowksi.

Von Roggel und Schwaer ließ sich Laumann deren Sorge und Nöte, aber auch Grundzüge ihres Erfolgskonzeptes erläutern. So hörte er mit Interesse, dass in der Villa Brökelmann, der Abbruchquote bei Auszubildenden quasi auf Null gesenkt worden ist, seit nur noch eingestellt wird, wer vorher im Haus ein sechsmonatiges Praktikum absolviert hat.

Laumann machte deutlich, dass sich das ganze System der organisierten Altenpflege in den vergangenen Jahren wesentlich verändert habe. Die Senioren, die in Heime einziehen, seien in hohem Maße pflegebedürftig, zudem steige der Bedarf an Tagespflegeplätze, damit berufstätigen Angehörigen die Möglichkeit eingeräumt werden kann, Eltern lange zu Hause zu behalten.

Ein Lanze brach Laumann für das Pflegepersonal, das nicht allein gesellschaftliche Anerkennung brauche, sondern grundsätzlich auch höhere Bezahlung. "Die Pflegekräfte sind da zu gutmütig und ihre soziale Einstellung wird ausgenutzt." Laumann plädiert für die Einrichtung einer Pflege-Kammer, eine Interessenvertretung ähnlich der des Handwerkes.

Der Rundgang durch die historische Villa und den modernen Anbau des Seniorenheimes hinterließ bei Karl-Josef Laumann Stirnrunzeln. Er machte keinen Hehl daraus, dass er es nicht für ideal hält, wenn Gebäude zu Altenheimen umfunktioniert werden. Nicht einmal ehemalige Krankenhäuser hält er für perfekt geeignet. Moderne Seniorenheime müssen für ihn als solche geplant und gebaut werden – und zunehmend auf Bewohner mit Demenz zugeschnitten sein. Denn deren Anteil unter den Bewohnern werde in Zukunft noch erheblich steigen.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster(IKZ Hemer)

05. Mai 2017

Im Sauerland tief verwurzelt und engagiert

Die Landtagskandidaten im Wahlkreis 122: Für die CDU geht Marco Voge aus Balve ins Rennen

Nein, er ist kein Landwirt, auch wenn er vor einem Traktor stehend auf Sauerländer Weiden die Ärmel hochkrempelt und von den Wahlplakaten lächelt. Auf dieses in seinem Heimatdorf Mellen aufgenommene Foto und den Werbeslogan "Ackern für die Region" ist Marco Voge schon oft angesprochen worden, ist es für die CDU und die vielen Parteiwerbungen doch eher untypisch.

Vom "Ackern für die Region" hatte der Christdemokrat in einem ersten Interview nach seiner Nominierung zum CDU-Landtagskandidaten gesprochen. Seither ist der Spruch zu einem Selbstläufer geworden, und er spiegelt viel über den Menschen Voge wider, der im Sauerland tief verwurzelt ist und gerne anpackt. Ist er ein echtes Landei? Mit dem Begriff hat der mit 37 Jahren jüngste Kandidat im heimischen Wahlkreis etwas Probleme. Wenn das Wort positiv behaftet sei, dann natürlich. "Ich fühle mich hier wohl, liebe die Menschen und ihre Mentalität. Aber das Sauerland liegt nicht hinter den Sieben Bergen", betont er und meint damit den Fortschritt in der Region und die Attraktivität für die Wirtschaft.

Gute Nachbarschaft wird in Mellen gepflegt

Seit der Geburt in Balve ist das Sauerland die Heimat Marco Voges. In Balve ging er zur Schule, absolvierte seine Ausbildung zum Informatiker. Bundeswehr und das Studium zum Diplom-Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaften waren Zwischenstationen in der Ferne, um wieder nach Mellen zurückzukehren. Dort lebt er mit Ehefrau Pamela und den beiden Töchtern. "Die drei Damen sind das Wichtigste in meinem Leben", betont er.

Gleich dahinter kommen Freunde und Nachbarn. Die gute Nachbarschaft wird nicht nur durch Wander- und Grillgruppen gepflegt, sondern auch durch eine WhatsApp-Gruppe für das koordinierte morgendliche Brötchenholen. "Der Zusammenhalt macht uns aus", weiß Marco Voge und zeigt dies auch durch die Mitgliedschaft in vielen Vereinen und das Engagement im Vorstand der Schützenbruderschaft St. Hubertus Mellen: "Wenn es das Ehrenamt nicht gäbe, wäre vieles unbezahlbar".

In Mellen ist Marco Voge auch der Ortsvorsteher. "Sich für die Menschen einzusetzen, etwas für die Region zu ändern, das treibt mich an. Politik betrifft uns alle", sagt der 37-Jährige. Darin liegt auch seine politische Motivation begründet, die 1995 mit dem Eintritt in die Junge Union begann. Schon in seinem Elternhaus sei immer viel politisch und kontrovers diskutiert worden. Das lag sicherlich auch an der politischen Verfolgung der Großeltern durch die Stasi. Das habe ihn stark geprägt und schließlich auch zu den Christdemokraten geführt.

CDU-Pressesprecher und Büroleiter für MdL Schick

Politisch hat Marco Voge schon einige Erfahrungen sammeln können. Seit 2014 ist er Ratsmitglied und Kreistagsabgeordneter, darüber hinaus Pressesprecher der CDU im Märkischen Kreis und Südwestfalen. Düsseldorfer Landtagsluft hat der Mellener seit 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter des Iserlohner Landtagsabgeordneten Thorsten Schick schnuppern können. Dadurch kenne er die vielfältigen Strukturen und Probleme im Märkischen Kreis und die Abläufe im Landtag. All dies sei eine gute Ausgangslage.

Hoffnungsvoll ist Marco Voge, den Wahlkreis am 14. Mai zurückzugewinnen und den Einzug in den Landtag zu schaffen. "Die Leute merken, es könnte in NRW besser laufen", verweist er auf viele positive Rückmeldungen im Wahlkampf, die ungemein beflügelten. "Es wird um jede Stimme gekämpft, bis zum letzten Tag", sagt der Kandidat.

Auf drei Themen wird er immer wieder angesprochen. "Die Sicherheit treibt die Leute um, viele haben persönliche Erfahrungen gemacht, die zu einem subjektiven Unsicherheitsgefühl beigetragen haben", sagt der Christdemokrat. Das müsse dringend geändert werden, unter anderem durch mehr Polizeibeamte und die Einführung von Bodycams.

Als gelernter Informatiker und Mitglied im Aufsichtsrat der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen liegt ihm der Breitbandausbau besonders am Herzen. "Das ist ein harter Standortfaktor, Südwestfalen ist eine Industrieregion. Das Land hat das Thema total verpennt", betont Voge.

Das dritte Dauerthema hat er nicht nur zahlreichen Gesprächen entnommen, sondern bei ausgedehnten Wahlkampftouren durch den Wahlkreis am eigenen Leib verspürt: Viele Straßen seien in einem katastrophalen Zustand. "Buckelpisten gehören auf die Skipisten", plädiert er für eine ausreichend Finanzierung für den Erhalt der Infrastruktur.

Die Kandidaten im Video finden Sie unterwww.ikz-online.de/voge und bei youtube unter Iserlohner Kreisanzeiger

Quelle: Bild und Text von Ralf Engel(IKZ Hemer)

03. Mai 2017

PKW Parkplätze für die Freiwillige Feuerwehr Deilinghofen

Gemeinsamer Antrag von CDU, SPD und FPD Hemer

An den
Bürgermeister der Stadt Hemer
Herrn Michael Heilmann


Sehr geehrter Herr Heilmann!

Die o. g. Fraktionen stellen folgenden Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, wie zeitnah auf dem Grundstück der Freiwilligen Feuerwehr Deilinghofen/Grundschule Deilinghofen eine nennenswerte Anzahl von zusätzlichen PKW-Parkplätzen geschaffen werden kann.

Begründung:

Bei einer Ortsbesichtigung durch Mitglieder der o. g. Fraktionen mit Vertretern der Feuerwehr wurde wieder einmal deutlich, dass die Parkplatzsituation dort indiskutabel ist, da die wenigen Parkplätze sowohl von der Schule, als auch von der Feuerwehr sowie nachmittags von Sportlern genutzt werden. Um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, müssen insbesondere die Feuerwehralarmplätze (für die anrückenden Freiwilligen) sichergestellt sein.

Die gesamte Verkehrssituation ist dort unbefriedigend, da Schüler-, Anwohner- und Feuerwehrverkehr über eine schmale Straße (die besonders im Winter zugeparkt ist) abgewickelt werden.

Die Situation wird sich noch weiter verschlechtern, wenn in Deilinghofen die OGS eingerichtet wird. Es ist deshalb anzustreben, zeitnah Lösungen zu suchen und umzusetzen. So können wir uns gut vorstellen, dass an der Feuerwehrauffahrt links und rechts Parkplätze geschaffen werden, wo aktuell Rasenflächen sind.

Unbestritten ist, dass in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen (oder gar Neubauten) an den Feuerwehrgebäuden in der Becke, Ihmert und Sundwig getätigt werden müssen. Dies ist aber erst nach dem Brandschutzbedarfsplan sinnvoll planbar und in ein Gesamtkonzept zu fassen. Die o. g. Maßnahme ist aber unabhängig davon sinnvoll und kann zeitnah und mit überschaubarem finanziellen Aufwand umgesetzt werden.

gez. Martin Gropengießer (CDU-Fraktion)
gez. Hans-Peter Klein (SPD-Fraktion)
gez. Arne Hermann Stopsack (FDP-Fraktion)

22. April 2017

Nach Schlappe der Bürgermeisterwahl nicht liegen geblieben

CDU Hemer will durch Sachpolitik verlorenen Einfluss zurückgewinnen. Vorstand bei Jahreshauptversammlung bestätigt


Von links: Jörg Schulz, Dolores Büchter, Wolfgang Römer, Sylvia Steiger, Bernadette Böger, Philipp Röster, Martin Rohländer, Marco Voge, Tobias Kähler, Christel Voßbeck-Kayser, Martin Gropengießer

Zur Jahreshauptversammlung hat die CDU Hemer am Mittwoch im Hotel Garni nicht nur viele Mitglieder, sondern auch Gäste aus der Nachbarschaft begrüßen können. Der 19. April als Termin war kein Zufall: Erinnert werden sollte damit an Konrad Adenauer, der vor 50 Jahren gestorben ist. Außerdem wurde genau 10 Jahre zuvor die erstmals aktuelle Führungsmannschaft rund um den Vorsitzenden Martin Gropengießer gewählt.

Laut einer Pressemitteilung der CDU ging Gropengießer in seinem Bericht auf die beiden zurückliegenden Geschäftsjahre ein. Er verglich die Situation der CDU mit einer Achterbahn, bei der es neben Höhen auch Talfahrten gegeben habe. Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl habe die Partei mit allen Mitgliedern Überlegungen angestellt, wie es weiter gehen solle. "Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides", zitierte Martin Gropengießer in diesem Kontext Konrad Adenauer. Um den verlorenen Einfluss zurückzugewinnen, hätten die Christdemokraten das alte Rezept der kontinuierlichen Sachpolitik wieder in den Vordergrund gestellt. Diesem Grundsatz sei eine Vielzahl von Anträgen entsprungen, die die Stadt weiterentwickeln könne, etwa die Modernisierung des Gymnasiums, das neue Umkleidegebäude am Sportplatz in Deilinghofen, der neue Kunstrasen am Westiger Sportplatz oder die Sanierung des Hademarebades.

Gute Zusammenarbeit mit der Kreispartei

"Wir wollen wichtige Themen in den Fokus der politischen Beratungen rücken, eine mögliche Sanierung des Hademarebades ist uns dabei ein ganz dringendes Anliegen", hob Gropengießer hervor. Der innerparteiliche Zusammenhalt sei nach der Wahlniederlage gestärkt worden. Die CDU habe sich wieder gefangen und die neuen Realitäten anerkannt. "Wenn die Wahlschlappe etwas Positives hat, dann der konstruktive Umgang mit ihr innerhalb der Partei", so Gropengießer weiter. Zu den positiven Aspekten der Achterbahnfahrt der vergangenen beiden Jahre gehöre die Zusammenarbeit mit der Kreispartei – gleich sechs Mitglieder aus Hemer arbeiten im neu gewählten Kreisvorstand mit. Auch die bilaterale Kooperation mit den Stadtverbänden aus Iserlohn und Menden sei vorangetrieben worden, so dass es zwischen Hemer und Iserlohn beispielsweise erstmals auch gemeinsame Vorstandssitzungen gebe.

Die zurückliegenden Haushaltsberatungen mit der Verhinderung der Steuererhöhung wertet die CDU ebenfalls als Erfolg. "Das war für uns die erste Bewährungsprobe nach der Wahl und das hat den Hemeraner Bürgern bis jetzt schon knapp 1,8 Millionen Euro gespart", führte Gropengießer an.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurde Martin Gropengießer einstimmig als Parteivorsitzender wiedergewählt,und das gesamte Vorstandsteam erhielt ebenfalls große Zustimmung. Mit den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Römer und Holm Diekenbrock, Geschäftsführer Martin Rohländer, Schriftführer Jörg Schulz, Schatzmeister Philipp Röster, dessen Stellvertreterin Sylvia Steiger, Pressesprecher Tobias Kähler, seiner Stellvertreterin Bernadette Böger, sowie Dolores Büchter, Wolf-Rüdiger Kuhlmann und Gabriele Wallbaum-Strecker als Beisitzer hat sich das Gesicht des Vorstandes seit 2007 kaum verändert.


Jubilarehrung von Heiko Lingenberg mit Ehrengästen, von links Wolfgang Römer, Thorsten Schick, Christel Voßbeck-Kayser, Heiko Lingenberg, Martin Gropengießer, Marco Voge und Paul Ziemiak

Zu den Gästen der Versammlung konnte zählten neben dem Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Thorsten Schick, der Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser und dem Landtagskandidaten Marco Voge auch der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak. Beifall gab es für Heiko Lingenberg, der mit Urkunde und Ehrennadel für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde.

Quelle: Bild (Privat) und Text (IKZ Hemer)

21. April 2017

Autos gefährden Fußgänger auf dem Gehweg

CDU-Antrag: CDU möchte Gefahrenpunkt auf der Urbecker Straße entschärfen

Eine gefährliche Parksituation auf der Urbecker Straße bereitet der CDU Sorgen. Die Christdemokraten haben beim Bürgermeister eine Überprüfung beantragt und bitten um einen Ortstermin.

Durch den Neubau der Mehrfamilienhäuser werde mittlerweile zwischen der Einfahrt Hücking und dem ehemaligen Bären der komplette Straßenrand beparkt. Dadurch könne ein Ausweichen der entgegenkommenden Fahrzeuge teilweise nur über den Gehweg erfolgen. Die Urbecker Straße ist ein ausgewiesener Schulweg für die Oesetalschule und die Realschule. "Nicht selten ist zu beobachten, dass die Schüler oder andere Benutzer des Gehweges zur Seite springen müssen, da ein Fahrzeug auf den Gehweg auffährt", schildert Diana Naujocks. Auch die Überquerung des Zebrastreifens werde durch die eingeschränkte Sicht durch parkende Autos erschwert. Diese Gefahrenpunkte müssen nach CDU-Ansicht unbedingt beseitigt werden, bevor ein Unfall mit Personenschaden passiere.

Quelle: Bild (Privat) und Text (IKZ Hemer)

08. April 2017

Doch Sanierung des Hademarebads?

CDU plädiert für Grundsatzentscheidung und sieht Chance einer Finanzierung

Die CDU-Ratsfraktion möchte ein Thema wieder ins politische Scheinwerferlicht rücken, das in den vergangenen Jahren aufgrund zahlreicher anderer "Baustellen" in den Schatten gerückt ist – die Zukunft des Hademarebades. Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass das Hallenbad baulich und technisch in keinem guten Zustand ist. In der Vergangenheit war bereits spekuliert worden, ob eine Sanierung wirtschaftlich noch sinnvoll ist und nicht ein Neubau an anderer Stelle die bessere Lösung ist. Die Christdemokraten möchten die Grundsatzentscheidung darüber jetzt nicht länger aufschieben. "Wir müssen als Stadt wissen, wo wir hinwollen", betont der Fraktionsvorsitzende Martin Gropengießer.

Sein Stellvertreter Wolfgang Römer hatte in seinem Bürgermeister-Wahlkampf noch den Neubau eines Hallenbades durch einen Investor auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände als Option ins Spiel gebracht. Die Suche nach einem solchen Investor war bislang vergeblich und scheint es zu bleiben. Obwohl die CDU noch in alle Richtungen offen ist, flirtet Gropengießer mit einer Lösung, die lange als zu teuer schien: Die Kernsanierung und Modernisierung des bestehenden Hallenbades und der endgültige Verzicht auf einen Neubau.

Aus Sicht der CDU gibt es dafür schlüssige Argumente. Einer ist der zentrale Standort, gut erreichbar für die Schulen und mit dem öffentlichen Nahverkehr. Und Parkplätze gibt es auch reichlich. Zudem sei das Hallenbad eine städtebauliche Komponente, an die sich die Bürger gewöhnt haben und die keineswegs unattraktiv ist. Eine sinnvolle andere Nutzung des Gebäudes oder auch nur des Platzes nach einem teuren Abriss liegt auch nicht auf der Hand.

Zuschüsse aus "Förderpakt Soziale Integration NRW"?

Was aber vor allem für die Sanierungslösung spreche, so Gropengießer und Römer, ist die Aussicht auf eine Finanzierung mit Hilfe von Land und Bund. Zu diesem Zweck müsste es gelingen, den Fördertopf "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017" anzuzapfen. Nach Kenntnis der CDU sollen sich die Sanierungskosten aufgrund vorsichtiger Schätzungen auf rund 7 Millionen Euro belaufen. Käme Hemer bei diesem Investitionspakt zum Zuge, würde der Bund 75 Prozent der Kosten tragen, das Land 15 Prozent. Martin Gropengießer: "Der Stadt bliebe lediglich der Rest von 10 Prozent. Bei einem Kostenvolumen von 7 Millionen wären das nur 700.000 Euro. Und weil es sich dabei um eine Investition handelt, könnten wir diese Summe wegen des niedrigen Zinsniveaus finanzieren, ohne den Haushalt massiv zu belasten." Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass durch eine moderne Badtechnik die im Moment horrend hohen Betriebskosten des Hallenbades sinken und die Differenz und von den Kreditbeschaffungskosten abgezogen werden können.

Ob ein Antrag auf Förderung der Hallenbadsanierung tatsächlich von Erfolg gekrönt ist, weiß natürlich im Moment niemand. Vordringlich ist aus Sicht der CDU aber, noch in diesem Jahr die Weichen grundsätzlich in Richtung Sanierung oder doch Neubau zu stellen. Deshalb hat die Fraktion offiziell Anfragen an die Verwaltung formuliert. Sie möchte wissen, welche Maßnahmen bereits in Sachen Hallenbad im Rathaus getroffen worden sind, wie die Verwaltung den Diskussionsprozess unter Beteiligung der Politik, der Schwimmvereine und sonstiger interessierter Bürger einleiten könnte, welche haushaltstechnischen Auswirkungen ein Neubau oder eine Sanierung haben und welche Fördermöglichkeiten beantragt werden können. Darüber hinaus betonen Martin Gropengießer und Wolfgang Römer, dass sie es begrüßen würden, bei dieser eminent wichtigen Frage einen breiten politischen Konsens zu erreichen: "Wir möchten da möglichst alle ins Boot holen."

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ)

16. März 2017

Zum ersten Mal mehr Geld als baureife Projekte

Weiterbau A46


CDU-Vorsitzender Martin Gropengießer, MdB Oliver Wittke und Landtagskandidat Marco Voge

"Hemer hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, aber das Autobahnende ist leider noch immer in Bilveringsen", sagte CDU-Chef Martin Gropengießer am Dienstagabend im Deilinghofer Restaurant Ess-Pri. Für diesen Abend hatte CDU-Landtagskandidat Marco Voge den Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke gewinnen können, der von 2005 bis 2009 Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen war.

Ungebrochen großes Interesse am Lückenschluss

Gut gefüllt war der Saal, denn das Thema Autobahn ist ein Dauerbrenner und ein Generationenprojekt. Die Bedeutung des Lückenschlusses zwischen Hemer und Ense sei aus verschiedenen Gründen ein Muss, zum einen eben wichtig für Hemer als Wirtschaftsstandort, zum anderen aber von großer Bedeutung für die Menschen, die an der B7 oder in den Ortsteilen Niederhemer und Becke wohnen. "Die Menschen sind vom jetzigen Zustand stark benachteiligt, dort fahren täglich rund 30 000 Autos her", sagte Martin Gropengießer, der sich freut, dass es die Perspektive gebe, dass der Weiterbau bis 2030 umgesetzt sei oder man zumindest damit begonnen habe, da Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den Weiterbau der A 46 von Hemer nach Menden in den vordringlichen Bedarf eingestuft hat.

Marco Voge betonte, dass ihn und den früheren NRW-Verkehrsminister unter anderem die Leidenschaft für NRW verbinde; Voge appellierte, dass man aufhören müsse, die Natur gegen den Menschen auszuspielen. "Es muss Entlastung geschaffen werden", sagte Marco Voge im Ess-Pri.

Bundestagsabgeordneter Oliver Wittke gab sich voller Zuversicht: Wir haben zum ersten Mal mehr Geld als baureife Projekte", sagte er, "am Geld wird es nicht scheitern!" Aber man müsse auch sehen, dass man bezüglich der Planungen nicht bei Null, aber schon bei "nahe Null" anfange.

Pläne können nicht eins zu eins übernommen werden

Die Pläne und Studien seien schon einige Jahre alt und könnten sicher nicht eins zu eins übernommen werden. "Es ist wichtig, dass es schnell losgeht, damit man nicht noch weiter zurückgeworfen wird. Das alles kostet weiteres Geld und auch Zeit", so Wittke. Er fügte seinen Ausführungen augenzwinkernd noch den Satz dazu: "Man weiß ja, dass ich gerne schnell unterwegs bin!" Die Trasse sei hoch anspruchsvoll, weil es ein "verdammt sensibler Bereich" sei, und es gebe Richtlinien, "die weiter verschärft worden sind".

Auch wenn es an dem Abend keine Neuigkeiten hinsichtlich des Weiterbaus der A 46 gab, für die Autobahnbefürworter war die positive Stimmung des Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke Balsam für die Seele. In Hemer ist es nur die Grüne Alternative, die gegen den Lückenschluss ist.

Quelle: Bild und Text von Carmen Ahlers (IKZ)

28. Februar 2017

Mit EU-Fördermitteln innovativ und effizient

Europaabgeordneter Dr. Peter Liese besichtigte die Firma Megatherm Elektromaschinenbau in Westig


Dr. Peter Liese, Landtagskandidat Marco Voge, Azubi Daniel Epp, Ralf-Werner Held und Alexander Hesse.

Innovativ und kreativ präsentiert sich die Firma Megatherm Elektromaschinenbau in Westig. Wenn der Geschäftsführer und Diplom-Ingenieur Ralf-Werner Held, der für die technische Entwicklung verantwortlich zeichnet, über das vor 26 Jahren in Neuenrade gegründete Unternehmen spricht, hält er mit gewissem Stolz nicht hinter dem Berg. Zehn Mitarbeiter beschäftigt die Firma, die 1998 nach Hemer umsiedelt war und im vergangenen Jahr ihren Standort an der Lohstraße erheblich erweitert hat. Damit ist Megatherm jetzt noch besser in der Lage, die Anforderungen der Kunden nach innovativer Entwicklungsdienstleistung zu bedienen.

Hitze hilft beim Stanzen hochfester Stahlbleche

Neben den Entwicklungsaufträgen von Industriekunden widmet sich Megatherm seit Juli 2016 dem auf drei Jahre angelegten Projekt "KonTakt". Dabei geht es darum, eine Effizienzsteigerung beim Stanzen hochfester Bleche durch konduktive Erwärmung in getakteten Werkzeugen zu erzielen. Mit gut 160.000 Euro wird das Projekt durch das ERFE-Programm gefördert, das in Südwestfalen zahlreiche zukunftsträchtige Ideen befeuert und dadurch die gesamte Region stärkt.

In der vergangenen Woche haben Dr. Peter Liese, Mitglied des Europäischen Parlaments, zusammen mit dem CDU-Landtagskandidaten Marco Voge der Firma Megatherm einen Besuch abgestattet, um sich aus erster Hand zu informieren, wie dort EU-Wirtschaftsfördermittel für moderne Technologien in Südwestfalen verwendet worden sind werden. Ralf-Werner Held und dem zweiten Geschäftsführer Alexander Hesse, der sich explizit um den Vertrieb kümmert, gewährten den beiden Politikern einen Einblick in ihre Firma. Nach theoretischen Erläuterungen durften sie Daniel Epp, der eine Ausbildung bei Megatherm absolviert, bei der praktischen Arbeit über die Schulter schauen und zudem einen Blick in das firmeneigene Versuchslabor werfen. Dabei konnten sie feststellen, dass es gute Ideen nicht nur im Ruhrgebiet, sondern auch in Südwestfalen umgesetzt werden.

Effizienzsteigerung, ressourcenschonender Einsatz von Materialien und Energie in der Produktion sorgen unter anderem dafür, dass heimische Unternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen können. Bei der Firma Megatherm, deren Kunden vorwiegend im deutschsprachigen Raum, aber auch in den USA und Russland sitzen, werden diese Prinzipien angewendet. Hochfeste Stähle können nur sehr schwer gestanzt werden, oftmals ist eine teure Nachbearbeitung der Blechbauteile erforderlich. Dabei setzt das Projekt "KonTakt" an, denn es wird erstmals das Warmstanzen solcher Stähle mit einer lokalen Widerstandserwärmung im Werkzeug entwickelt. Durch das kurzzeitige, örtliche Erwärmen des Blechs eine hohe Bauteilqualität gewährleistet.

Dr. Peter Liese und Marco Voge nahmen viele Eindrücke und Informationen von ihrem Besuch mit und hatten dabei aber auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme des mittelständischen Unternehmens.

Quelle: Bild und Text von Annabell Jatzke (IKZ)

16. Februar 2017

Paul Stehle ist Träger des erstmals verliehenen Konrad-Adenauer-Ehrenpreises der CDU Hemer

Sechs Jahrzehnte vorbildlichen Engagements


Bescheiden wie immer bedankte sich Paul Stehle (2.v.li.) für die Ehre, die ihm von der CDU mit dem Konrad-Adenauer-Preis angetragen worden ist.

Die CDU Hemer hat den Festakt anlässlich ihres 70-jährigen für eine Premiere genutzt und einen nach Konrad Adenauer benannten Preis für besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen. Erster Preisträger ist mit Paul Stehle ein Mann, der die Kriterien für die Vergabe dieses Preises wie kaum ein andere erfüllt. Unter dem anhaltenden Beifall des Saales nahm Stehle den Preis aus den Händen des CDU-Vorsitzenden Martin Gropengießer sowie dessen Stellvertretern Wolfgang Römer und Holm Diekenbrock entgegen.

Letzterer hielt die Laudatio für den Preisträger, der das Prinzip des gemeinnützigen Einsatzes seit sechs Jahrzehnten vorbildlich umsetzt. Vor allem das Schützenwesen habe nahezu das ganze Leben von Paul Stehle geprägt, sagte Diekenbrock. Schon als 15-jähriger trat Stehle 1955 in die Sportschützenabteilung des BSV Hemer ein, wurde nach einem Jahr Vereinsmeister, 1964 Bezirksmeister. In diesem Jahr übernahm er die Führung der Artillerie des BSV und so mit 24 Jahren die Verantwortung des Kompaniechefs. 1976 wurde Paul Stehle zum 2. Vorsitzenden des Gesamtvereins gewählt, zwei Jahre später zum Vorsitzenden. In diesem Jahr errang er auch die Königswürde. 17 Jahre steuerte er das Vereinsschiff bis 1995 und wurde anschließend zum Oberst gewählt. Erst 2010 gab er dieses Amt im Alter von 70 Jahren auf und wurde zum Ehrenoberst ernannt. Doch damit zog sich Paul Stehle immer noch nicht aufs Altenteil zurück, sondern ist seit 2014 Leiter der Schießsportabteilung.

Doch die Liste der Verdienste des Preisträgers ist längst nicht komplett. Paul Stehle ist aktiv in den Fördervereinen von Haus Hemer und des Sauerlandparks. Der Schießsportler Paul Stehle war auch immer ein begeisterter Schwimmer und folgerichtig Geschäftsführer des Fördervereins Schwimmen in Hemer.

Wie Wolfgang Römer erläuterte, kann der Konrad-Adenauer Preis künftig nicht nur an Einzelpersonen, sondern auch an Gruppen, Vereine oder Unternehmen verliehen werden. Für Anregungen und Vorschläge sei die CDU dankbar.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ)

16. Februar 2017

Gemeinsamkeit aller Demokraten beschworen

Ohne Wahlkampfgetöse: Festakt zum 70-jährigen Bestehen der CDU Hemer mit Ehrengast Bernhard Vogel


Die CDU Hemer konnte im Alten Casino nicht nur Gäste aus den eigenen Reihen, sondern zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens in Hemer begrüßen.

"Eine Demokratie kann nur dann funktionieren, wenn alle demokratischen Kräfte gemeinsam mit den vielfältigen Impulsen aus der Bürgerschaft zusammenwirken. Jedes neue Mitglied in einer demokratischen Partei ist ein Gewinn für unser Gemeinwesen. Gerade heute ist diese Botschaft notwendiger denn je." Diese Feststellung des Vorsitzenden Martin Gropengießer in seiner Begrüßung anlässlich des Festaktes zum 70-jährigen Bestehen der CDU Hemer, wurde durch einen Blick über die rund 120 Gäste im Saal widergespiegelt. Längst nicht nur Christdemokraten waren am Dienstagabend der Einladung ins Alte Casino gefolgt, sondern Abordnungen fast aller im Rat vertretenen Parteien sowie Vertreter von Vereinen, Organisationen, Kirchen, Schulen, der Stadtverwaltung, von Banken und Unternehmen sowie Bürgermeister Michael Heilmann und sein Vorgänger Michael Esken.

An der Spitze der Gästeliste aber stand ein Mann, der zuletzt vor 40 Jahren seinen Fuß auf Hemeraner Boden gesetzt hat: Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen. Der mittlerweile 84-jährige Politiker hielt eine kritisch-analytische, aber warmherzige Festrede, die den Bogen schlug von den Gründungstagen der CDU bis hin zu den Problemen und Aufgaben der Gegenwart und Zukunft. Dabei vermied er wahlkämpferische Töne, sondern beschwor ebenso wie zuvor Martin Gropengießer die Gemeinsamkeit der Demokraten.

Bernhard Vogel sagte, die Idee zur Gründung der CDU als eine Partei neuen Typs, sei bereits in den Konzentrations- und Gefangenenlagern und den Schützengräbern während und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft entstanden – die Idee einer Partei der entgegengestreckten Hand und nicht der geballten Faust, einer christlichen Partei über die Grenzen der Konfessionen hinweg. Die Christdemokratie nähre sich seither aus drei Wurzeln – dem christlich-sozialen, dem freiheitlich-liberalen und dem wertkonservativen Gedanken, wobei konservativ bedeute, "das Überkommene muss jeden beweisen, dass es noch für die Zukunft taugt".

Klare Distanzierung von populistischen Parteien

Bernhard Vogel bekannte sich zur sozialen Marktwirtschaft und zum Föderalismus. Zentralistische Zeiten seien in Deutschland nie gute Zeiten gewesen. Die Länder sollten aus seiner Sicht niemals auf ihre Machtkontrolle verzichten und nicht der Versuchung erliegen, sich vom Bund mit Geld Zuständigkeiten abkaufen zu lassen. Ebenso brach Vogel eine Lanze für die Subsidiarität bis hinunter auf die Ebene der Städte und Gemeinden. "Wir feiern einerseits die starken Kommunen, aber deren größte Schwäche ist das fehlende Geld, ohne dass sie ihre Aufgaben nicht erledigen können."

Bernhard Vogel beleuchtete auch das Erstarken populistischer Strömungen und Parteien. "Mit Leuten wie Björn Höcke wollen wir nichts zu tun haben. Aber wir müssen uns mit den Menschen befassen, die solche Parteien wählen. Wir müssen fragen, warum sie es getan haben, und was wir tun müssen, damit sie es nicht wieder tun."

Vogel bekannte sich klar zum Asylrecht, forderte aber von denen, die in Deutschland Asyl suchen und finden, ebenfalls ein eindeutiges Bekenntnis zum Grundgesetz. Ebenso deutlich sein Credo für Europa. Auf Dauer hätten die 500 Millionen Europäer nur gemeinsam eine Chance, ihren Wohlstand zu sichern und nicht zu einer Minderheit in der Welt zu werden.

Unmissverständliche Kritik an Donald Trump

Scharfe Kritik übte er am Gebaren von Donald Trump, zum Beispiel an dessen Plänen, eine Mauer an der Grenze zu bauen oder seiner aktuellen Richter-Schelte. "Man sollte die Freiheitsstatue in New York abbauen, wenn sich das nicht ändert", empfahl Vogel fand aber auch tröstende Worte: "Wir sollten nicht vergessen, es gibt nicht nur den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, es wird auch einen 46. geben." Bernhard Vogel warnte vor Wahlkampf-Methoden à la Trump. Der Union empfahl er, nicht die Integrität des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz infrage zu stellen, sondern sich mit dessen Argumenten auseinanderzusetzen.

Es gebe viel zu tun, 70 Jahre nachdem die CDU entstanden sei, aber es gebe keinen Grund, die Krisen zu bejammern, stellte Bernhard Vogel fest. "Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir Krisen meistern können." Am Ende zollten alle Zuhörerinnen und Zuhörer dem Altpolitiker lautstarken Beifall.

Zuvor hatte auch schon Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union aus Iserlohn ein Grußwort gesprochen. Ziemiak war es, der Bernhard Vogel dafür gewonnen hatte, auf dem Festakt in Hemer zu sprechen.

Die passende Musik zur Veranstaltung lieferte das Ensemble "Da Capo di Hademare" unter Leitung von Karin Lagodka-Troue, das am Ende auch die gemeinsam gesungene Nationalhymne begleitete.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ-online)

10. Februar 2017

Einblicke in moderne Zahntechnik ermöglicht

MIT Hemer

Zum Wirtschaftsgespräch und zur Besichtigung des Dentallabors "Active Dental" hatte die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) in die Nockenstraße eingeladen. Die Werkstatt produziert auf allen Gebieten moderner Zahntechnik exklusiv des Fachgebietes kieferorthopädischer Geräte. Nach einer Rede fes MIT- Vorsitzenden Martin Rohländer (links) unternahmen die 38 Gäste in zwei Gruppen eine Führung durch das Labor, und der Dentallabor-Geschäftsführer Rolf Rüchel (rechts) ging auf Fertigungsverfahren und Produkte ein. Im Anschluss diskutierten die Mittelständler mit dem Geschäftsführer und der heimischen Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser über gesundheitspolitische Themen und die aktuelle Gesetzeslage, den Mindestlohn, über Finanzierungsmöglichkeiten für Patienten, über Digitalisierung und über die Markt- und Wettbewerbssituation. Rolf Rüchel machte auf Wettbewerbsnachteile aufmerksam, die durch Preisdumping der ausländischen Konkurrenz durch Billiglohnarbeiten im Ausland entstehen. Active Dental ist am 2008 mit vier Mitarbeitern gegründet worden, inzwischen beschäftigt das Unternehmen 14 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.

Quelle: Bild (Privat) und Text vom(IKZ)

31. Januar 2017

Kummerkasten bei der MIT Hemer

Hilfe von Unternehmern für Unternehmen. Start-Up und Energie als neue Themen

Im Februar des Jahres 2015 gegründet, hat die MIT Hemer einige Veranstaltungen auf den Weg gebracht und will sich in Zukunft noch deutlicher positionieren. Das Team rund um den geschäftsführenden Vorstand bestehend aus Martin Rohländer, Ingo Bals und Hans-Joachim Becker hat verschiedene Unternehmen in Hemer und Umgebung besucht, war auf Messen zu sehen, um dort ausstellende heimische Firmen zu besuchen, hat zu Vortragsveranstaltungen eingeladen und Workshops organisiert. Zudem wurden Land- und Bundestag besucht. "38 Veranstaltungen waren es seit der Gründung der MIT", sagt Martin Rohländer und betont: "Wir sehen uns als Mittler zwischen den Unternehmen und der Politik."

Viele verschiedene Berufszweige vertreten

50 Mitglieder hat die MIT Hemer mittlerweile, und dort sind viele verschiedene Berufszweige vertreten. "Das ist wichtig, so kann man immer auf einen großen Erfahrungsschatz und auf versiertes Wissen zurückgreifen", so Rohländer. Die MIT hat sich bisher zu den Themen "Nein zu höheren Steuern" und "Weiterbau der A46" positioniert und geht jetzt die nächsten Themen an: Energie und Umwelt, Start-Up und Hilfestellung der Unternehmen – das sind Bereiche, in denen die MIT verstärkt aktiv werden möchte.

"Ich möchte junge Unternehmen fördern, mir sind vor allem Start-Ups wichtig", sagt Ingo Bals und kann den jungen Unternehmern sein Know-How und seine Netzwerke bieten. Zudem bietet er an, die Geschäftsidee kostenlos zu prüfen und sich finanziell zum Beispiel mit mietfreien Räumen zu beteiligen.

Zu einem Vortrag unter dem Titel "Energieeffizienz bei Häusern und Energiebauten" wird für den 18. Oktober, um 9 Uhr in das Unternehmen BeckerComPlan in Deilinghofen eingeladen. "Energieeffizienz ist das Öl unseres Jahrhunderts. Mehrhosten, die heute für den Einsatz von erneuerbaren Energien entstehen, ist die gesicherte Energie von morgen", betont Hans-Joachim Becker, "Energieeffizienz bedeutet vermeidbare Umweltschäden. Wir sichern damit auch die Zukunft unserer Kinder."

Die Mitglieder der MIT haben die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu knüpfen. "Wir bieten Hilfe von Unternehmern für Unternehmer an und haben jetzt einen Kummerkasten eingerichtet. Uns ist ein Dialog wichtig, vielleicht können wir helfen, Probleme zu lösen", so Martin Rohländer, der zusammen mit Ingo Bals und Hans Becker per Email zu erreichen ist: gv@wir-mit-Hemer.de

Quelle: Bild und Text von Carmen Ahlers (IKZ-online)

21. Januar 2017

Demonstration bei "Dunkelorange

Sicherer Schulweg in Deilinghofen


Holm Diekenbrock, Marco Voge, Friederike Gailer, Charly Stenner-Borghoff und Martin Gropengießer an der Fußgängerampel, die von vielen Schulkindern genutzt wird. Wobei die Sicherheit manchmal trügersch ist.

Seit vielen Jahren beklagen die Deilinghofer den Verkehr, der auf der Hönnetalstraße mitten durch ihr Dorf rollt. Wobei nicht allein das hohe Verkehrsaufkommen, sondern die Disziplinlosigkeit mancher Autofahrer vor allem Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten fürchten lässt. Im vergangenen November hat sich bereits der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (StUV) mit einem Bürgerantrag des "Arbeitskreises sicherer Schulweg" beschäftigt. Dabei wurde die Verwaltung vom Ausschuss beauftragt, ein Konzept für mehr Sicherheit auf und entlang der Ortsdurchfahrt zu erarbeiten.

Die CDU-Ratsfraktion will jetzt noch einmal nachlegen und in einem neuerlichen Antrag für den StUV von der Verwaltung wissen, welche konkreten Maßnahmen möglich sind und vor allem in welchem Zeitrahmen. Im Vorfeld machten sich der Fraktionsvorsitzende Martin Gropengießer, der sich schon in Niederhemer das Thema Schulwegsicherung auf die Fahnen geschrieben hat (wir berichteten), die Deilinghofer Ratsmitglieder Holm Diekenbrock und Charly Stenner-Borghoff, vor Ort ein Bild von der Situation. Dazu gebeten hatten sie die Sprecherin der Elterninitiative, Friederike Gailer, und den CDU-Landtagskandidaten Marco Voge. Die Teilnahme Voges könnte dadurch Bedeutung erlangen, da es sich bei der Hönnetalstraße – auch in der Ortsdurchfahrt – um eine Landesstraße handelt, die Stadt also nur eingeschränkt handlungsfähig ist, und keine verkehrsberuhigende Maßnahme ohne Zustimmung und Beteiligung des Landesbetriebs Straßen NRW möglich ist.

Kaum hatte Friederike Gailer den Besuchern geschildert, dass insbesondere die Fußgängerampel in der Nähe der Einmündungen von Pastoratstraße und Balver Weg nicht selten von Fahrzeugen passiert wird, wenn sie bereits auf Rot gesprungen ist, da lieferte ein Autofahrer prompt eine Demonstration der Gefahr und brauste bei "Dunkelorange" über die Ampel hinweg. "Es wird einfach zu schnell gefahren", bestätigte auch Charly Stenner-Borghoff und forderte "es muss endlich was geschehen."

Deilinghofen soll dauerhaft eigenen "Smiley" bekommen

Marco Voge sagte zu, sich mit dem Landesbetrieb in Verbindung zu setzen und auf die Dringlichkeit zu verweisen. Die CDU-Fraktion wird ihren Antrag stellen. Und Friederike Gailer und ihre Mitstreiter wollen nicht nachlassen, für ihr Anliegen und die Sicherheit der Kinder einzutreten.

Erste konkrete Maßnahme soll die dauerhafte Installation eines Geschwindigkeitsmessgerätes sein, auch bekannt als "Smiley". Wie der städtische Verkehrsplaner Albrecht Buscher bestätigt, wird das Gerät sofort gekauft, wenn die Genehmigung des Haushaltes vorliegt, womit noch im Laufe des Februars gerechnet wird.

Die Elterninitiative hat bereits zugesagt, sich an den Kosten für das Gerät zu beteiligen, wenn es in Deilinghofen bleibt, und auch Informationsveranstaltungen zur Schulwegsicherung in der Schule und im Kindergarten zu organisieren.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ-online)

13. Januar 2017

Informationsdefizite und Missverständnisse

Klärendes Gespräch zwischen Politikern der Hemer-Koalition sowie der Führungsebene der Feuerwehr


Politik und Feuerwehr an einem Tisch: Nach dem anderthalbstündigen Gespräch gab es Informationen ber den Verlauf. Die meisten Vertreter der Wehr hatten da allerdings schon wieder den Heimweg angetreten oder waren zu anderen Verpflichtungen aufgebrochen.

Unter der Oberfläche rumort es schon seit Jahren in den Reihen der Hemeraner Feuerwehr. Unmut über Mängel an Gebäuden und teilweise überalterten Fahrzeugen ist nicht neu. Vor dem Jahreswechsel aber war der Topf übergekocht: Der von der sogenannten "Hemer-Koalition", bestehend aus CDU, SPD und FDP, durchgedrückte Sperrvermerk im Haushaltsplan, durch den Investitionen an einen neuen Brandschutzbedarf gekoppelt werden, hatte die Feuerwehrleute in Aufruhr versetzt. Der Zorn entlud sich in einer Demonstration vor der Ratssitzung im Dezember, und in der Jahresdienstbesprechung nach Weihnachten.

Die Heftigkeit der Reaktionen auch in der öffentlichen Diskussion hat die Fraktionen der Hemer-Koalition überrascht und erschreckt, so dass jetzt der Versuch unternommen worden ist, die Wogen zu glätten und im Gespräch mit den Verantwortlichen der Feuerwehr Missverständnisse auszuräumen und Wege aufzuzeigen, wie Mängel möglichst schnell, aber auch sorgfältig abgebaut werden können. Auf Seiten der Politik nahmen die Fraktionsvorsitzenden Martin Gropengießer, Hans-Peter Klein und Arne Hermann Stopsack, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Fischer sowie die Ratsmitglieder Holm Diekenbrock und Diana Naujocks von der CDU teil, die Feuerwehr war durch deren Leiter Markus Heuel, seine beiden Stellvertreter Detlev Humbeck und Frank Weiland sowie die Führer die vier Löschzuge der Freiwilligen Feuerwehr vertreten.

Wille zu einer besseren und intensiveren Zusammenarbeit

Nach der gut anderthalbstündigen Aussprache hinter verschlossenen Türen im Geschäftszimmer der CDU im Rathaus bescheinigten sich beide Seiten im Gespräch mit der Heimatzeitung gegenseitig, Opfer von Informationsdefiziten geworden zu sein, unterstrichen allerdings auch den Willen zu künftig besserer und intensiverer Zusammenarbeit.

Die drei Fraktionen betonten nachdrücklich, dass ihnen eine moderne und leistungsfähige Feuerwehr am Herzen liege, räumten aber ein, sich in der Vergangenheit zu wenig in die tatsächlichen Abläufe eingeschaltet zu haben. Unstrittig ist inzwischen, dass in den zurückliegenden Jahren von der Politik bereits beschlossene Investitionen, beispielsweise der Kauf von Fahrzeugen, nicht ausgeführt worden sind. Warum dies so geschehen konnte, darüber soll die Verwaltung in einer der nächsten Sitzungen des Hauptausschusses Auskunft geben. Allerdings rühren diese Versäumnisse zumeist aus Zeiten, als noch nicht Bürgermeister Michael Heilmann und der jetzt zuständige Dezernent Klaus Erdmann Verantwortung trugen.

Apropos Hauptausschuss: Auf dessen Tagesordnung soll nach dem Willen von CDU, SPD und FDP zur jeder Sitzung der Tagesordnungspunkt "Bericht aus der Feuerwehr" stehen. Arne Hermann Stopsack (FDP): "Nur so können wir auf dem Laufenden bleiben." Zudem soll der Hauptausschuss nach und nach alle Gerätehäuser in der Stadt besuchen, um sich vor Ort ein konkretes Bild von Situation zu machen.

Investitionsplan aufstellen und nach und nach abarbeiten

Und dann soll endlich gehandelt werden, wo es notwendig ist: Insbesondere sollen in Abstimmung mit dem Brandschutzbedarfsplan, der zurzeit von einem externen Fachbüro erarbeitet und voraussichtlich im Sommer vorliegen soll, fünf Fahrzeuge angeschafft und die unzulänglichen Zustände in den Feuerwehrgerätehäusern Becke, Ihmert, Sundwig und Deilinghofen beseitigt werden. Martin Gropengießer (CDU): "Wir brauchen einen nachhaltigen Investitionsplan, der dann abgearbeitet wird." Allerdings könne letzteres nur in einem Zeitraum von mehreren Jahren möglich sein. Auf keinen Fall soll es aber erneut passieren, dass die Probleme aus den Augen verloren werden. Hans-Peter Klein (SPD): "Das passiert mir nicht noch einmal. Mein Kampfgeist ist jetzt geweckt."

Für die Feuerwehr bewerteten Markus Heuel und Detlev Humbeck den Verlauf des Gespräches mit den Politikern als konstruktiv, aber auch dringend erforderlich, denn die Stimmung in der Feuerwehr sei derzeit "angespannt", wie es Humbeck formulierte. Dabei stehe aber stehe aber nicht nur die Politik im Kreuzfeuer der Kritik, sondern auch die Leitung der Feuerwehr selbst, gaben Heuel und Humbeck unumwunden zu.

Die Zugführer werden in den nächsten Tagen und Wochen die Ergebnisse des Gespräches an die Löschgruppen weitergeben. Alle Beteiligten hoffen, dass dies ein erster Schritt zu einer dauerhaften Entspannung sein wird.

Quelle: Bild und Text von Reinhard Köster (IKZ-online)

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